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Bärenmutter Jurka soll "hinter Gitter"

Nachdem der ungezogene Braunbär Bruno vor neun Monaten aus seinem Revier in Südtirol ausgebüxt und in Bayern letztlich erschossen wurde, bereitet jetzt auch Bärenmutter Jurka Kopfzerbrechen.

Jedoch wird ihr vermutlich das Schicksal ihre Sohnes erspart bleiben: „Es ist nicht realistisch, dass wir Jurka erschießen werden“, sagte Claudio Groff, ein Sprecher der Provinz Trient, am Montag und dementierte damit italienische Medienberichte vom Wochenende. Jetzt muss Jurka wohl „hinter Gitter“.

Das neunjährige Weibchen hat einfach keine „Manieren“: Es reißt immer wieder Schafe und Hühner und treibt in bewohnten Gegenden sein Unwesen. Im Jänner wurde Jurka plötzlich mit ihren drei Jungen auf den Skipisten von Madonna di Campiglio gesichtet und von hunderten Touristen fotografiert. „Sie ist die Lebhafteste unter unseren 21 Bären“, sagte Alberta Voltolini, eine Sprecherin des Adamello-Brenta- Parks, in dem die Tiere leben.

Medien hatten zuvor berichtet, die 90-Kilo-Bärin, die Teil des EU- Projekts Life Ursus in Südtirol ist, werde möglicherweise getötet. „Jurkas Stunden sind gezählt“, titelte die Zeitung „La Repubblica“ am Wochenende. Stattdessen könnte sie jetzt ihre Freiheit verlieren. „Wir werden die Bärin wahrscheinlich in einem Gehege einsperren und brauchen jetzt nur noch die Genehmigung des Umweltministeriums“, erklärte Groff.

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