Bregenzer Festspiele gut gebucht, aber nicht ausverkauft

©VN/Steurer
Zwei Wochen vor Eröffnung der Bregenzer Festspiele wurde am Donnerstag beim gut besuchten internationalen Pressetag der Vorhang mit Einblicken in die Probenarbeit etwas gelüftet.

70 Jahre nach Festivalgründung spannt die Jubiläumssaison einen Bogen von der Erinnerung an die Geburtsstunde 1946 über Ur- und Erstaufführungen bis zur Wiederaufnahme von “Turandot” auf der Seebühne.

“Druck weg”

Vom 20. Juli bis 21. August bieten die Bregenzer Festspiele rund 80 Veranstaltungen, für die insgesamt 183.000 Tickets aufgelegt sind. 162.000 davon gehen auf das Konto der Wiederaufnahme (ab 21. Juli) von “Turandot”. Elisabeth Sobotka fühlt sich in der zweiten Saison als Bregenzer Intendantin “viel entspannter als vor einem Jahr”. Nach dem Erfolg der Puccini-Oper “Turandot” im Vorjahr und guten Vorverkaufswerten “ist der Druck weg”, freute sich Sobotka vor in- und ausländischen Journalisten. Auch der kaufmännische Direktor Michael Diem ist zuversichtlich und verwies darauf, dass drei Viertel aller Tickets bereits gebucht seien. Für beinahe alle Aufführungen, so Diem, “sind noch Tickets erhältlich”.

“Musikalische Ausgrabung”

Italienisches Musikdrama lässt am Eröffnungsabend (20. Juli) im Festspielhaus die musikalische “Ausgrabung” von “Hamlet” erwarten. Komponist Franco Faccio hat nach dem Libretto von Arrigo Boito das Shakespeare-Drama als große Oper auf die Bühne gebracht. Seit 1871 ist das Werk in Europa nicht mehr aufgeführt worden. Sie sei überzeugt, dass sich viele nach der Bregenzer Premiere fragen werden, warum diese Oper so lange in der Versenkung war, glaubt Sobotka an den Erfolg. Auch Regisseur Olivier Tambosi und Dirigent Paolo Carignani (er leitet auch “Turandot”) sind vom musikdramatischen Wert der Faccio-Oper ebenfalls überzeugt.

Ausstellung im “Vorarlberg Museum”

1946 haben die Bregenzer Festspiele bescheiden mit der Aufführung von Mozarts “Bastien und Bastienne” auf zwei Kieskähnen im Gondelhafen begonnen. In Erinnerung daran wird das Werk am Vorabend (19. Juli) im Gondelhafen bei freiem Eintritt aufgeführt. Dem Thema 70 Jahre Bregenzer Festspiele ist auch eine Sonderausstellung (14. Juli bis 11. September) im “Vorarlberg Museum” gewidmet. Dazu gibt es die Broschüre “Vom Kieskahn zur Opernbühne im See”.

Die Wiener Symphoniker spielen in der Oper und steuern wieder drei Orchesterkonzerte bei; am 24. Juli unter Philippe Jordan, am 31. Juli mit Susanna Mälkki und am 8. August mit Enrique Mazzola am Pult. Das Symphonieorchester Vorarlberg unter Gerard Korsten spielt am 21. August die finale Matinee. Auf der Werkstattbühne gibt es am 2. August als Musiktheater-Uraufführung “Staatsoperette – Die Austrotragödie” von Otto M. Zykan. Das Opernstudio studiert für 15. August im Landestheater Mozarts “Don Giovanni” ein. Am 17. August kommt auf der Werkstattbühne Miroslav Srnkas Kammeroper “Make no noise” als Österreichische Erstaufführung heraus.

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