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Bregenz wankte, fiel aber nicht

In einem sehenswerten Spitzenspiel der dritten HLA-Play-off-Runde setzte sich Meister A1 Bregenz gegen den starken HC Linz knapp, aber verdient durch. Gar nicht nach Wunsch läuft es derzeit für Hard.

Obwohl Handball bekanntlich in der Halle ausgetragen wird, wehte am Samstagabend im Spitzenspiel der dritten Play-off-Runde der Handball-Liga Austria ein frischer Wind durch die Arena Rieden-Vorkloster. Verantwortlich dafür waren die Akteure des HC Linz, die vor 900 Zuschauern von Beginn an keinen Zweifel daran ließen, dass sie die Reise nach Bregenz nicht auf der Verliererstraße angetreten hatten. Zwar begann die Partie erwartungsgemäß mit einer schnellen Führung der Hausherren (6. Minute/4:1), doch die Oberösterreicher kamen mit schnellem Kombinationsspiel zu vier Treffern in Serie und gingen 5:4 in Front. Die Bregenzer 6:0-Deckung wirkte statisch, Goalie Nikola Marinovic parierte unglücklich und im Angriff wurden Chancen zuhauf vergeben – rühmliche Ausnahme Conny Wilczynski mit insgesamt elf Toren. Spielertrainer Dagur Sigurdsson ließ sein sicheres Händchen vermissen. Und so kam es, dass die Cordas-Sieben nach 8:10-Rückstand (18.) mit einer 14:12-Führung in die Kabine ging. Nach Wiederbeginn nahm die erste Bregenzer Heimniederlage seit November 2003 immer konkretere Formen an: der Vorsprung der Gäste wuchs auf fünf Tore (36./18:13) an, ehe Nenad Strbac mit seinem Treffer zum 15:19 in Unterzahl die Wende einleitete. Plötzlich ging ein Ruck durch die Meister-Sieben und ein Kampf auf Biegen und Brechen begann. Innert zehn Minuten schafften Wilczynski & Co. den Ausgleich (49./24:24). Bregenz spielte in der Schlussphase mit der international erworbenen Abgebrühtheit und verließ das Parkett einmal mehr als verdienter Sieger und verteidigte die Spitzenposition in der Meisterschaft.

Hard kam unter die Räder
Gar nicht nach Wunsch läuft es derzeit für Hard. Die Truppe von Trainer Goran Zivkovic musste bei den Margareten Fivers in der dritten Play-off-Runde die dritte Niederlage einstecken. Bereits nach zehn Minuten war der Zug für die Gäste abgefahren. Die Vorarlberger lagen mit 1:8 hinten. “Wir haben hundertprozentige Chancen nicht verwertet und im Gegenzug leichte Kontertore eingefangen“, erklärte Teammanager Berry Novacic. Danach gelangen den Roten Teufeln zwar fünf Tore in Serie, doch näher als auf zwei Tore kamen die Harder, die auf Bernd Friede und Thomas Huemer verletzungsbedingt verzichten mussten, nicht mehr heran. Nach dem Wechsel nutzten die Wiener jeden Fehler von Kulinchenko & Co. gnadenlos aus, Margareten zog Tor um Tor weg und gewann souverän.

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