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Bregenz muss in die Landesliga

Noch ist der Nachfolgeverein von SW Bregenz nicht gegründet, doch der Vorstand des Vorarlberger Fußballverbandes (VFV) hat bereits entschieden, wie dessen Kampfmannschaft für die nächste Saison eingestuft wird.

Vorarlbergliga oder Landesliga hatte es im Vorfeld der Sitzung geheißen, das 18 Stimmen umfassende Gremium entschied sich schließlich mit einem klaren Votum für die Landesliga. “Es war eine hitzige Debatte, wobei bei der Abstimmung doppelt so viele Stimmen für die Landesliga waren“, berichtete Dr. Horst Lumper, geschäftsführender Vizepräsident im Anschluss an die Sitzung. Argumente habe es für beide Ligen gegeben, jetzt allerdings sei der Beschluss gefallen. Der Verband wartet nun auf die Neugründung eines Vereins in Bregenz. Dies muss bis Freitag geschehen, “ansonsten gibt es keinen Verein“ (Lumper). Seitens des VFV werden die Unterlagen mit den Aufnahmekriterien am Dienstag an Benno Kienreich versandt.

Zukunft ist ungewiss
Kienreich selbst reagierte enttäuscht, als er von der Entscheidung erfuhr. “Unglaublich dieses Kirchtumdenken in Vorarlberg. Sechs Jahre Bundesliga zählen anscheinend gar nichts. Ich muss das Ergebnis akzeptieren, verstehe allerdings nicht, warum etwas kaputt gemacht wird, ehe es entsteht.“ Er selbst hatte ja angekündigt, in der Landesliga nicht als Präsident zur Verfügung zu stehen. “Dazu stehe ich“, so Kienreich, der sich mit seinen Mitstreitern besprechen will. In erster Linie sollen unterstützende Maßnahmen für den Nachwuchs getätigt werden. Maßlos enttäuscht zeigt sich Kienreich vor allem von VFV-Präsident Karlheinz Kopf, der selbst auf der kurzfristig anberaumten Sitzung nicht anwesend war. “Er gibt einfach die Verantwortung weiter, ohne selbst zu entscheiden.“


Im Land keine “Lex Bregenz”

Kommentar von Christian Adam
Die Gründung von Bregenz 05 steht kurz bevor, doch der Verein befindet sich ab sofort im “Niemandsland“. Dabei sieht der Verband seinen Entscheid Landesliga gar als ein nicht selbstverständliches Entgegenkommen an. Stimmen waren laut geworden, Bregenz in die unterste Liga zu verbannen. Endlich einmal einem “Großen“ eins auswischen zu können, es den hochnäsigen Bregenzern zu zeigen, sie für Jahre aus dem Verkehr zu ziehen. Eine Anti-Bregenz-Stimmung hatte sich breit gemacht und war vom Verband auch nicht wirksam unterbunden worden.

Der wirkliche Sieger ist jedoch einmal mehr das im Vorarlberger Fußball so dominierende Kirchtumdenken. Allzu schnell ist in Vergessenheit geraten, dass ein Benno Kienreich nicht nur Bregenz wiederbeleben wollte, sondern im Sport in den letzten Jahren von seinem finanziellen Engagement rund 20 Vereine im Land profitiert haben. Dennoch haben sich die Verantwortlichen nicht zu einer “Lex Bregenz“ durchgerungen. Gesucht wurde der Weg des geringsten Widerstandes und das ging nur auf Kosten einer Vision.

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