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Brasilien wählte Präsident

Die rund 126 Millionen stimmberechtigten Brasilianer haben unter dem Eindruck zahlreicher Korruptionsaffären und des schlimmsten Flugzeugunglücks der Landesgeschichte ihre politische Führung neu bestimmt.

Zur Wahl standen ein neuer Staatspräsident, das Bundes- und die Landesparlamente sowie die Landesgouverneure. Der 60-jährige Amtsinhaber Luiz Inàcio Lula da Silva von der sozialistischen Partei der Arbeiter (PT) ging als haushoher Favorit ins Rennen um die Präsidentschaft.

„Ich gewinne schon in der ersten Runde“, zeigte sich der frühere Gewerkschaftsvorsitzende bei der Stimmabgabe in seiner Heimatstadt Sao Bernardo im Land Sao Paulo optimistisch.

Nach den jüngsten, am Samstag veröffentlichten Umfragen ist die Zustimmung für Lula jedoch in den vergangenen Tagen um mehrere Punkte auf knapp unter 50 Prozent gesunken. Damit ist die lange Zeit als sicher geltende Wiederwahl bereits in der ersten Runde in Gefahr. Lulas aussichtsreichster Rivale, Geraldo Alckmin von der Partei der Sozialdemokratie Brasiliens (PSDB), kletterte in den Umfragen auf 33 bis 37 Prozent.

Das Bild Lulas in der Öffentlichkeit wurde zuletzt von einem Skandal um den Kauf eines Dossiers mit belastendem Material über die Opposition angekratzt. Am Donnerstag blieb der Staatschef dann der großen Fernsehdebatte mit den wichtigsten Präsidentschaftsbewerbern fern und wurde deshalb auch von der Kirche kritisiert. Solch ein Kandidat verdiene es nicht, Stimmen zu bekommen, sagte der Präsident der Bischofskonferenz, Kardinal Geraldo Majella Agnelo.

Am Sonntag wurden neben dem Staatschef auch alle 513 Bundesabgeordneten, die insgesamt 1059 Landesabgeordneten, 27 der 81 Senatsmitglieder sowie die 28 Landesgouverneure neu gewählt. Die Wahllokale sollten in den verschiedenen Teilen des riesigen Landes zwischen 22.00 und 24.00 Uhr MESZ schließen.

Die ersten offiziellen Hochrechnungen wurden in der Nacht zum Montag (MESZ) erwartet. Wenn kein Präsidentschaftskandidat in der ersten Runde eine absolute Mehrheit der Stimmen erhält, treten die beiden Erstplatzierten vier Wochen später in einer Stichrunde erneut gegeneinander an.

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