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Brasilien: "Lula" gewinnt Präsidentenwahl

Der Linkskandidat Luiz Inacio Lula da Silva hat nach ersten amtlichen Ergebnissen am Sonntag die Präsidentenwahl in Brasilien eindeutig für sich entschieden.

Nach Auszählung von knapp 90 Prozent der Stimmen entfielen laut Wahlkommission auf den früheren Gewerkschaftsführer Lula 61 Prozent der Stimmen. Sein Konkurrent in der Stichwahl, Jose Serra, erhielt demnach 39 Prozent der Stimmen.

Lula, der am Sonntag seinen 57. Geburtstag feierte, sagte im Beisein seiner Frau Marisa: „Dies ist der glücklichste Augenblick in meinem Leben.“ Mit dem endgültigen Wahlergebnis wurde nicht vor Montagabend gerechnet.

In einer landesweit vom Fernsehen übertragenen Ansprache erklärte Lula, Brasilien könne eine besondere Rolle auf dem amerikanischen Kontinent spielen, „so dass wir nachhaltigen Frieden in der Welt aufbauen und Länder wirtschaftlich und sozial wachsen können zum Wohle ihres Volkes“. In der nüchternen und versöhnlichen Rede versicherte Lula, er werde ab Jänner „Präsident aller 175 Millionen Brasilianer“ sein. Er wolle die ganze Gesellschaft auffordern, beim „Bau eines gerechteren, brüderlichen und solidarischen Landes“ mitzumachen, sagte er mit ernster Miene in Sao Paulo. Zur „internationalen Gemeinschaft“ sagte er, Brasilien wolle einen entscheidende Beitrag zum Frieden weltweit leisten. Für Montag kündigte er eine Ansprache an die Nation an.

Obwohl die Wahlbehörde das amtliche Endergebnis erst am Montag offiziell verkünden wollte, erkannte Serra seine Niederlage bereits am Sonntagabend an. „Die Urnen haben gesprochen“, sagte er. Der scheidende Präsident Fernando Henrique Cardoso bezeichnete derweil den Ablauf des Urnengangs trotz der Niederlage seines Kandidaten als „Triumph und historischen Meilenstein für die brasilianische Demokratie“.

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