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Brasilien: Bergung nach Kraterunfall

Nach dem Krater-Unglück in Brasilien haben die Rettungsteams die Suche nach den sieben Vermissten auch in der Nacht auf Montag (Ortszeit) fortgesetzt. Bilder vom Unglück 

Man habe inzwischen am Unfallort in der Stadt Sao Paulo den Kleinbus lokalisiert, in dem mindestens fünf der Vermissten vermutet würden, teilte ein Sprecher des Zivilschutzes mit. Bis zur Bergung des „offenbar völlig zerquetschten Fahrzeugs“ würden aber noch viele Stunden vergehen, hieß es.

Der Gouverneur des Bundesstaates Sao Paulo, José Serra bekräftigte unterdessen die Meinung der Experten, dass es praktisch keine Hoffnung mehr gebe, Überlebende zu finden. „Wer da unten ist, ist wohl als Todesopfer zu registrieren“, meinte Serra.

Das 30 Meter tiefe Erdloch mit einem Durchmesser von bis zu 80 Metern war am Freitag aus noch unbekannter Ursache während der Bauarbeiten für eine U-Bahn-Station entstanden. Dabei waren Menschen und Fahrzeuge verschlungen worden. Der Fahrer eines Lastwagens konnte am Freitag lebend gerettet werden.

„Wir müssen äußerst vorsichtig und langsam agieren, weil das Erdreich hier sehr instabil ist“, sagte ein Sprecher der eingesetzten Feuerwehrtrupps. Regen erschwerte auch am Sonntag die Suche.

Zahlreiche Häuser und eine Straße des Stadtviertels wurden infolge des Erdrutsches schwer beschädigt. Mindestens 80 Familien wurden in Sicherheit gebracht. Mehrere Gebäude am Rande des Kraters seien besonders gefährdet, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden.

Die zuständigen Stadtbehörden wiesen jede Schuld von sich. Das Erdloch sei wahrscheinlich wegen des heftigen Regens und des aufgeweichten Bodens entstanden, hieß es.

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