Brand auf Öl-Plattform gelöscht

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Erleichterung am Golf von Mexiko: Die Ölplattform, auf der sich am Donnerstag eine Explosion ereignet hat, steht nicht mehr in Flammen.
Ölbohrinsel im Golf von Mexiko explodiert
Wieder Explosion auf Ölbohrinsel

“Das Feuer ist gelöscht”, sagte ein Sprecher der US-Küstenwache am Donnerstagabend (Ortszeit). Es gebe entgegen ersten Annahmen auch keinen Hinweis auf einen Ölschleier im Meer. Die Küstenwache hatte ursprünglich unter Berufung auf Aussagen der geretteten Arbeiter der Plattform von einem Ölschleier gesprochen. Helikopter und Schiffe hätten allerdings keinen Ölaustritt feststellen können. Die Küstenwache behalte die Lage jedoch weiter im Auge, sagte der Sprecher.

Auf der Plattform rund 145 Kilometer südlich von Vermilion Bay im US-Bundestaates Louisiana war es am Donnerstagvormittag zu einer Explosion gekommen. Alle 13 Arbeiter der Plattform gingen dabei über Bord, konnten aber gerettet werden. Ihren Angaben zufolge gelang es ihnen vor der Explosion, das Bohrloch zu schließen.

Die Ursache der Explosion vom Donnerstag war zunächst unklar. Die Betreiberfirma Mariner Energy, die ihren Sitz in Houston (Texas) hat, kündigte Untersuchungen an. Das Unternehmen fördert nach Medienberichten in der Region vor der Vermillion Bay an der Küste Louisianas Rohöl und Erdgas aus insgesamt sieben Bohrlöchern. Die Förderung sei nach der Explosion an allen Bohrlöchern gestoppt worden, teilte Mariner Energy der Küstenwache mit.

Der Unfall auf der “Vermillion 380 A” ereignete sich etwa 140 Kilometer von der Küste Louisianas und gut 300 Kilometer von der Stelle entfernt, an der am 20. April die vom britischen Ölriesen BP betriebene Plattform “Deepwater Horizon” explodiert war. Bei dem bisher größten Ölunfall der Geschichte starben elf Menschen, schätzungsweise 660.000 Tonnen Öl strömten ins Wasser, bevor das Leck schließlich nach und nach abgedichtet werden konnte. BP bereitet derzeit die endgültige Versiegelung des Öl-Reservoirs etwa 4.000 Meter tief im Meeresboden vor. Ingenieure haben am Donnerstag eine temporäre Verschlusskappe von der geborstenen BP-Ölquelle entfernt. Anschließend soll das defekte Absperrventil vom Meeresgrund geborgen werden, das ein Austreten von Öl aus der Quelle eigentlich hatte verhindern sollen. Ihm kommt ihm bei den Untersuchungen des Unglücks eine Schlüsselrolle zu. Danach sollen die letzten 15 Meter der begonnen Entlastungsbohrung bewältigt werden. Die Ingenieure wollen anschließend Schlamm und Zement in die Quelle pumpen, um diese dauerhaft zu verschließen.

Anders als die “Deepwater Horizon” operierte die Plattform “Vermillion 380 A” in relativ flachem Wasser, es ist nach Angaben des US-Innenministeriums nur gut 100 Meter tief. Damit könnte eine Ölpest auch weitaus leichter bekämpft werden als im Fall der “Deepwater Horizon” mit einem Leck in 1.500 Meter Tiefe, erläuterten Experten.

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