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Borg will keine Moik-Kopie sein

Neuer „Mr. Musikantenstadl“ Andy Borg urlaubt noch und weiß "nur das Nötigste“. Klar ist: Gesungen wird weiter, auch im "Stadl“.

Noch lässt Andy Borg in tropischen Gefilden die Seele baumeln: Für das Telefoninterview mit der APA begab er sich „von der heißen Terrasse ins klimatisierte Zimmer“ und klang eigentlich recht dankbar für die Abkühlung. Doch in der ersten Märzwoche ist der Urlaub vorbei, und auf den beliebten Schlagerstar wartet ein Leben als neuer „Mr. Musikantenstadl“. Derzeit „wissen wir eigentlich nur das Nötigste“, sagt er. Die erste Sendung ist am 23. September. Klar ist, dass er auch im „Stadl“ singen will: „Ich bin erst Schlagersänger und dann Moderator“.

Fast 25 Jahre lang regierte Karl Moik in „seinem“ Stadl – ein schweres Erbe? Ein wenig, räumt Andy Borg ein. „Ich habe bis jetzt das Glück gehabt, dass ich noch nie in irgendwelche fremde Fußstapfen treten musste. Es ist das erste Mal, dass ich so eine Nachfolge antrete.“ Bedenken hat der 45-Jährige aber keine: „Ich freu mich narrisch darüber. Ich hab schon mal die Schlagerparade der Volksmusik moderiert, und es hat mir wahnsinnig gefallen, weil es etwas ganz Anderes ist, als auf der Bühne zu stehen.“

Eine Moik-Kopie will Borg keinesfalls sein. „Um Gottes willen, ich werde auf keinen Fall versuchen, dem Karl Moik irgendetwas nachzumachen. Das habe ich auch den Verantwortlichen gesagt: Das beides muss eins sein. Die Sendung muss für mich sein und umgekehrt. Ich habe mich da nicht beworben, habe auch nicht bei einem Casting mitgemacht. Die Verantwortlichen sind auf mich zugekommen.“

Sich für Tipps an den Vorgänger zu wenden, kann sich Borg aber schon vorstellen. „Hundertprozentig. Wenn er sie mir gibt, nehme ich die dankend an.“ Moik sei schlicht „ein Wahnsinn, er ist ein Meilenstein in dieser Branche. Er hat sich das ausgedacht, er hat das durchgezogen. Es gibt keine andere Sendung, die so viel erreicht hat für diese Musik.“

Nun fragen sich die zahlreichen „Stadl“-Fans natürlich, was sich Borg für die Show ausdenken wird. Konkrete Pläne müsse man gemeinsam erarbeiten, sagt man. „Wir müssen eine Nische finden.“ Wird der praktizierende Schlagerstar viel singen? „Das weiß ich noch nicht. Aber ich habe gesagt: Ihr dürft’s fast alles mit mir machen, aber ihr dürft mir meine Lieder nicht wegnehmen.“ Die treue „Musikantenstadl“-Gemeinde dürfe man nicht verschrecken.

Zugleich kann sich Borg vorstellen, auch dem Schlager-Nachwuchs eine Plattform zu bieten. Da vermisst er nämlich Formate wie damals in den achtziger Jahren die „Große Chance“, die auch ihn groß gemacht hat. „Die Schlagerleute haben nur noch das Podium der Volksmusik, das wir mitbenützen können. Das war früher getrennt.“

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