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Bombenanschlag gegen Polizeiwache in Bogotá

Bei einem mutmaßlich von linken FARC-Rebellen verübten Bombenanschlag gegen eine Polizeiwache in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá sind 15 Beamte verletzt worden.

Außerdem seien 275 umliegende Wohnungen und 35 Fahrzeuge beschädigt worden, teilte Bürgermeister Samuel Moreno am Mittwoch (Ortszeit) weiter mit. Die Täter hätten ein mit Sprengstoff präpariertes Motorrad auf dem Parkplatz der Polizeistation explodieren lassen. Anschläge dieser Art sind in der Hauptstadt eher selten.

Zunächst hatte die Polizei mitgeteilt, zwei Unbekannte hätten zwei Raketen auf die Wache abgefeuert und vier Menschen verletzt. Nach Angaben des Polizeichefs von Bogotá, General Rodolfo Palomino, wiesen erste Ermittlungsergebnisse nun darauf hin, dass der Anschlag von Mitgliedern der marxistischen Rebellengruppe “Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens” (FARC) verübt wurde. Niemand bekannte sich zu der Tat.

Die FARC bekämpfen den Staat schon seit mehr als 40 Jahren. In den vergangenen Monaten mussten sie jedoch schwere militärische Niederlagen hinnehmen. Zudem wurden zwei Mitglieder des nur siebenköpfigen Führungsgremiums getötet, und FARC-Gründer Manuel Marulanda starb nach Angaben der Rebellen im März an den Folgen eines Herzinfarkts. Nach Darstellung der Regierung befinden sich die FARC derzeit in der schwersten Krise ihrer Geschichte.

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