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Bombastische Orgie im Rathaus

Der zehnte Life Ball übertraf wieder alle Erwartungen - schrill, bunt, ausgelassen und doch hat man nie den Sinn aus den Augen verloren.

Seinen zehnten Geburtstag beging der Life Ball am Sonntag Abend so wie man es von ihm erwartet hat: Opulent, hedonistisch und doch voller Engagement im Kampf gegen Aids. Vor den Augen der dichtgedrängten Besucher am Rathausplatz zauberte die Mannschaft rund um Organisator Gery Keszler ein Spektakel, das die vorausgegangen Eröffnungen einmal mehr in den Schatten stellte.

„Es ist einfach großartig“, freute sich Bürgermeister Michael Häupl. Der Ball sei auch ein Zeichen der Stadt Wien. „Ein Zeichen gegen Ausgrenzung, gegen Rassismus und gegen Fremdenfeindlichkeit.“

Wie im vergangenen Jahr hielt der Sänger Elton John in seiner Rolle als Chef der „Elton John Aids Foundation“ eine Ansprache, wo er eindringlich auf die dramatische Ausbreitung des HIV-Virus in Afrika und Osteuropa hinwies. „Aids ist der größte Killer von Allen“, sagte der Entertainer. Zur Enttäuschung der Zuseher ließ sich Elton John auch heuer nicht dazu überreden, wenigstens ein Lied aus seinem Repertoire zu singen. Mit der Hälfte der Life Ball-Einnahmen werden auch 2002 in Kooperation mit der „Elton John Aids Foundation“ internationale Projekte gefördert.

Die deutsche Travestie-Moderatorin Lilo Wanders – die im Gegensatz zu dem deutschen Supermodel Heidi Klum gekonnt durch einen Teil des Abends führte – ließ nach unzähligen „Verwendet Kondome“-Aufrufen mit einer ebenso simplen wie wirksamen Lösung gegen Aids aufhorchen:
„Ich empfehle eine monogame Beziehung, die auf Liebe und Vertrauen beruht.“

Das zehnte Jubiläum des „Lebensballes“ wurde auch eifrig auf dem Catwalk in der traditionellen Form eines Red Ribbons gefeiert. Dabei ließ das Modehaus Moschino 18 Jahre in einer fast einstündigen Show Revue passieren. Wie gewohnt wurden die Kreationen von professionellen Top-Models und prominenten Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Gesellschaft vorgeführt.

Das Finale bildeten die Wiener Sängerknaben, die auf einer riesigen Geburtstagstorte auf den Laufsteg geschoben wurden und „All you need is love“ von den Beatles sangen.

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Redaktion: Birgit Tayerle

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