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Bolivien: Bereits 22 Tote gefunden

Nach dem verheerenden Erdrutsch in Bolivien sind nach offiziellen Angaben bereits 22 Tote unter den Geröllmassen gefunden worden.

Über die Zahl der Verschütteten in der kleinen Bergarbeitersiedlung Chima gab es am Mittwochabend weiter nur Schätzungen. Sie lagen zwischen 30 und bis zu 400 Opfern. Verteidigungsminister Freddy Teodovic sagte, das Ausmaß der Tragödie werde erst im Laufe der Rettungsarbeiten abschätzbar.

Etwa 1000 Helfer suchen seit dem Unglück am Montag nach Verschütteten. Regen und Nebel behinderten die Arbeiten in dem Ort 190 Kilometer nördlich von La Paz. Zudem bestand die Gefahr weiterer Erdrutsche.

Ein noch größeres Ausmaß der Tragödie sei den rund 3000 Einwohnern erspart geblieben, weil sich zur Zeit des Unglücks fast alle Kinder in einer abseits gelegenen Schule und die Männer bei der Arbeit in Goldminen befunden hätten, hieß es.

Chima ist nur über eine unbefestigte Straße zu erreichen. In der Region gibt es viele von Kooperativen betriebene Goldminen, die nur unzureichend gesichert sind. Der Einsatz von Dynamit beim Schürfen nach Gold habe den durch Regenfälle bereits instabilen Berghang ins Rutschen gebracht, hieß es.

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