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Bohlen wirbt für seine Biografie

Als seine Autobiografie „Nichts als die Wahrheit“ am Montag bundesweit auf die Verkaufstische kam, hatten wohl nur wenige Deutsche noch nicht davon gehört.

Mit täglichen Schlagzeilen und zuletzt dem Auftritt bei „Wetten, dass…?“ in Kiel hatte der Musikproduzent kräftig die Werbetrommel für das „Enthüllungsbuch“ gerührt. Und die PR-Reise des 48-Jährigen ist noch längst nicht beendet: Weitere TV-Auftritte gehören ebenso zu den Stationen wie die Frankfurter Buchmesse.

„Die Vorbestellungen waren grandios“, berichtete Claudia Limmer, Pressesprecherin beim Heyne-Verlag (München). Mit einer Auflage von 100.000 Exemplaren startete das Buch, „doch die zweite Auflage wird bereits gedruckt“. Schon Tage vor dem Erscheinungstermin habe es in Buchhandlungen die ersten Kundenanfragen gegeben, sagte eine Sprecherin bei Heymann in Hamburg. Gleiches wurde aus den Thalia- Geschäften der Hansestadt berichtet. „Bei uns wird das Buch schon sehr gut verkauft“, sagte Thalia-Mitarbeiterin Kirsten Landt.

Schon längst sorgt Bohlen, der mit Thomas Anders als Duo Modern Talking („You’re My Heart, You’re My Soul“) in den 80er Jahren zum gefragtesten deutschen Disco-Exportartikel wurde, mehr mit seinem Privatleben als mit seiner Musik für Aufsehen. Die Blitzehe mit Verona Feldbusch, die schlagzeilenträchtige Scheidung und die Trennung von Dauerfreundin „Naddel“ waren nur einige Ereignisse im Leben des erfolgreichen Produzenten und Songschreibers, mit denen er zum Dauergast in Klatschspalten wurde.

So war auch Bohlens Wahl der Autorin für sein erstes Buch eine logische Konsequenz: Katja Keßler, ehemalige Klatsch-Kolumnistin der „Bild“-Zeitung und Ehefrau von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann. „Dieter war vor etwa fünf Jahren mein erster Promi-Kontakt als Klatsch-Kolumnistin. Seitdem haben wir uns lieben und hassen gelernt“, erzählt sie. „Seit Februar haben wir uns immer wieder getroffen und viele Kassetten besprochen, etwa 1000 Seiten Manuskript lagen am Ende vor uns.“

„Das Buch ist amüsant und soll in erster Linie unterhalten“, meint Keßler. „Doch es stimmt mitunter auch sehr nachdenklich, denn Dieter spricht offen über die negativen Aspekte der Pop-Branche, die ein Reißwolf ist und Leute verhackepetert. Und über traurige Ereignisse in seinem Leben.“ Auf jeden Fall sei es ein ehrliches Buch. Keßler:
„Jemand der so bekannt ist, kann es sich nicht leisten, erfundene Storys zu erzählen.“ Und nicht nur von Bohlen-Fans werde es schon erwartet: „Einige Anwälte stehen wohl schon in den Startlöchern.“

In den Vorabdrucken der „Bild“-Zeitung und der „Bild am Sonntag“ konzentrierte sich Bohlens Offenheit jedenfalls vor allem auf Liebe, Sex und Frauen. Der Musiker, der mit seiner Freundin Estefania in Tötensen bei Hamburg lebt, gibt sich als Frauenheld und berichtet über sein pralles Leben. „Früher haben die Leute für die Lügen über mich sehr viel Geld gekriegt, jetzt kassiere ich für die Wahrheit“, sagte er in der „Bild am Sonntag“.

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