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Börsenchaos nach Italo-Referendum? Experte warnt vor "unberechenbaren" Folgen

Taumelt Italien Krise entgegen?
Taumelt Italien Krise entgegen? ©AFP
Die Märkte zittern vor dem Verfassungsreferendum in Italien: Sollte sich Premierminister Matteo Renzi nicht durchsetzen, wird die Bankenrettung scheitern. Die Verhinderung einer neuen Finanzkrise hinge dann an der EZB, so Experte Robert Halver.

Der 4. Dezember könnte nicht nur in Österreich ein historischer Markstein werden. Auch unser Nachbarland Italien wählt. Die Italiener sind dazu aufgerufen, über die Verfassungsreform des Premierministers Matteo Renzi zu entscheiden. Sprechen sie sich dagegen aus, wird Renzi wohl zurücktreten. Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank, ahnt laut “focus.de” schon, was dann passiert. “Am 5. Dezember mag man in Italien den Nikolaus erwarten, aber Knecht Ruprecht bekommen. Die Risikoaufschläge italienischer Staatspapiere steigen wie ein Luftballon auf dem Weihnachtsmarkt, den ein Kind nicht festhalten konnte. Und die arg Kredit Not leidenden Banken fallen an der Börse wie Blätter vom Baum.”

Chaos nach Neuwahlen?

Ein Rücktritt hätte Neuwahlen zur Folge, und würde die Rettung von taumelnden italienischen Banken – darunter die Großbank Monte dei Paschi – monatelang verzögern. Schon lange warnen Experten, dass Italien Griechenland als Sorgenkind Nummer eins in der EU und Eurozone abgelöst hat. “Jetzt rächt sich bitter, dass es der italienische Bankensektor und die Regierung in besseren Jahren verpasst haben, nötige Kapital- und Strukturmaßnahmen durchzuführen”, kritisiert Halver. Die geplante Kapitalerhöhung der Banca Monte dei Paschi die Siena von fünf Milliarden Euro stieß auf nur wenig Interesse von Investoren. Auch um die Kernkapitalquote der Italo-Banken steht es schlecht bestellt: nur wenige erreichen die von der Bankenaufsicht geforderte Quote von 10,75 Prozent. Jeder fünfte italienische Kredit – so Halver – ist faul. Zudem seien die Strukturen im den Land verkrustet, um die Wettbewerbsfähigkeit sei es schlecht bestellt. Bei einem Renzi-Rücktritt dürfte der Stillstand des Landes festgeschrieben sein, so die düstere Prognose des Experten. Neuwahlen könnten zudem Euro-kritische Parteien wie Grillos Fünf-Sterne-Partei stärken. Daran dürfte auch die triste wirtschaftliche Lage des Landes mit Schuld sein – auch bedingt durch den Euro: Das reale Pro-Kopf-Einkommen der Italiener ist heute geringer als zu Beginn der Währungsunion, wie das “manager-magazin” berichtet.

Muss EZB einspringen?

Ein weiteres Problem: 80 Prozent der Schuldenschnitt-Fähigen italienischen Bankanleihen sind in italienischem Besitz. Eine Bankensanierung würde daher “eins zu eins” zu einer Vermögensstreichung führen, wie Halver gegenüber “focus.de” berichtet. Halver befürchtet, dass die europäische Politik im Fall einer Finanzkrise den Stabilitätspakt weiter aufweicht. Die EZB könnte etwa einen großen Aufkauf notleidender Unternehmens- und Bankanleihen durchführen. Eigentlich bleibe der Zentralbank keine andere Wahl, wolle man einen Dominoeffekt verhindern.

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