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"BODY & SOUL" als vorletzte Ausstellung im Essl Museum

Standing Ovations und lang anhaltender Applaus für den Museumsgründer und Sammler Karlheinz Essl: Im Essl Museum in Klosterneuburg ist am Dienstagabend mit "BODY & SOUL" die vorletzte Ausstellung vor der mit Juli angekündigten Schließung des Hauses eröffnet worden - eine allerletzte folgt noch am 4. Mai mit "Die Sammlung eSeL", einem partizipativen Ausstellungsprojekt von Lorenz Seidler.


Essl dankte den Besuchern, die das Privatmuseum mit dem Fokus auf österreichische Kunst nach 1945 auch im internationalen Kontext 17 Jahre lang mit Leben erfüllt hätten, ebenso wie den Künstlerinnen und Künstlern für die “vielen schönen Momente, die wir mit ihnen teilen durften.” Er wiederholte seine Aussagen vom Vormittag, wonach die Familie die Kosten nicht mehr tragen konnte, eine Teilfinanzierung der Ausstellungstätigkeit durch den Bund aber leider nicht zustande gekommen sei.

Mit dem 1999 eröffneten Museum sollte der in Jahrzehnten aufgebauten Sammlung ein Zuhause gegeben werden, um die Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, betonte Essl. Die Programme seien gut angenommen werden, verwies er auf die Kunstvermittlung auch im musikalischen und literarischen Bereich, Highlights wie u.a. “China now” oder Personalen zu Alex Katz oder Georg Baselitz sowie insbesondere die Förderung junger Kunstschaffender.

Andreas Hoffer, der zusammen mit Viktoria Calvo-Tomek “BODY & SOUL” kuratiert hatte, gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass andere Institutionen den Weg des Museums, junge Künstler zu fördern, weiterführen werden. Die Schau rund um Körper und Seele umfasst rund 100 Werke aus der Sammlung, vom klassischen Akt bis zum Video, gegliedert in Themenbereiche wie u.a. “Mannsbilder”, “weibliche Identitäten”, “Lust und Leid” oder “die gequälte Seele”.

Unter den Besuchern dieser vorletzten Eröffnung war auch Architekt Heinz Tesar, der das Ausstellungshaus in Sichtweite des Augustiner-Chorherrenstiftes einst geplant hatte. “Open Days” wird es in der finalen Woche Ende Juni geben. So sehr er das Aus für das Museum, das weiter als Depot für die rund 7.000 Exponate dienen soll, bedaure, es bestehe kein Grund zur Trauer, meinte Essl abschließend: “Kunst ist etwas, das bleibt.”

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