Bodenseekonferenz spricht sich gegen weitere Grenzschließungen aus

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Die Grenzschließungen seien eine "einschneidende Erfahrung" gewesen, die man nicht noch einmal machen wolle.

Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen waren Hauptthemen bei einem Strategiegespräch von Regierungsvertretern der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) am Dienstag in Lochau. Es herrschte Einigkeit darüber, dass Grenzschließungen künftig zu vermeiden und die Kooperation über die Grenzen weiter zu stärken seien, so Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) als IBK-Vorsitzender.

Diese Erfahrung nicht nochmal machen

Die anwesenden Regierungsvertreter stellten klar, dass sie die gesetzten Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung für angemessen erachteten. Dennoch seien die Grenzschließungen eine "einschneidende Erfahrung" gewesen, die man nicht noch einmal machen wolle, hieß es in einer Pressekonferenz nach dem Strategiegespräch. Dementsprechend wolle man sich in der IBK gemeinsam dafür einsetzen, erneute allgemeine Grenzschließungen möglichst zu verhindern. Allfällige Covid-Ausbrüche wolle man regional bekämpfen.

Gemeinsames Öffnen der Grenzen funktionierte nicht

Das gemeinsame Schließen der Grenzen habe funktioniert, "das gemeinsame Öffnen weniger", so Wallner, da die Nationalstaaten zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich vorgegangen seien. Dies sei keine Schuldzuweisung, betonte er, man solle aber daraus lernen. Aus der Bodenseeregion gehe die dringende Aufforderung an die Nationalstaaten, dass die Regionen in solche Fragen einbezogen werden müssten.

Konzept für grenzüberschreitende Pandemieplanung in Arbeit

"Wir unterstützen den Ansatz, die Krise als Chance zu nutzen und die zukünftige grenzüberschreitende Abstimmung noch weiter zu forcieren. Dazu kann die IBK als einer der wichtigsten grenzüberschreitenden Akteure in der Region einen wertvollen Beitrag leisten", sagt Baden-Württembergs Staatsministerin Theresa Schopper: 

"Für den Kanton St.Gallen hat die grenzüberschreitende Zusammenarbeit einen hohen Stellenwert“, sagte Regierungsrat Fredy Fässler:

Aufgabe der Bodenseeländer sei es im Hinblick auf die Vermeidung von Grenzschließungen, ein koordiniertes und gutes Containment zu betreiben. Dabei soll auch ein in Planung befindliches Konzept für eine grenzüberschreitende Pandemieplanung helfen. Bereits jetzt sei die Pandemiebekämpfung in den IBK-Ländern "fast deckungsgleich", so Wallner.

(Red.)

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