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BMW verbucht 2008 drastischen Ergebniseinbruch

Die Finanz- und Absatzkrise hat dem Autobauer BMW im vergangenen Jahr kräftig die Bilanz verhagelt. Während sich die Einbußen bei Umsatz und Absatz dank des guten Starts ins Jahr noch in Grenzen hielten, stürzte der Gewinn um 90 Prozent ab.

Grund waren vor allem Rückstellungen für zurückkehrende Leasingfahrzeuge, die derzeit bei weitem nicht den kalkulierten Restwert erzielen. Hinzu kamen Ausgaben für den Personalabbau im vergangenen Jahr. In Summe musste der Autobauer damit Belastungen von fast 2,5 Milliarden Euro stemmen.

 

An der Börse wurden die Nachrichten schlecht aufgenommen. Die Aktie verlor zwischenzeitlich knapp sieben Prozent, erholte sich im Laufe des Tages aber etwas und stand am frühen Nachmittag gut drei Prozent im Minus bei 22,18 Euro.

Wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte, brach das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr von 4,2 Milliarden auf 921 Millionen Euro ein. Das Vorsteuerergebnis verschlechterte sich von 3,87 Milliarden auf 351 Millionen Euro. Unterm Strich verdienten die Münchner nur noch 330 Millionen Euro nach 3,13 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz ging wie bereits mitgeteilt um fünf Prozent auf knapp 53,2 Milliarden Euro zurück.

Auf der Ergebnisseite machten sich 2008 vor allem Sonderbelastungen bemerkbar. Allein die Risikovorsorge für die Restwerte bei den Gebrauchten und Kreditausfälle kostete BMW knapp zwei Milliarden Euro. Hinzu kamen Aufwendungen von rund 450 Millionen Euro für den Abbau einiger tausend Arbeitsplätze. Ende Dezember beschäftigte BMW weltweit rund 100.000 Mitarbeiter. Im Vorjahr waren es noch gut 107.000 gewesen. Die Aktionäre müssen sich nun auf eine deutlich kleinere Dividende einstellen. Geplant sind 30 Cent je Stammaktie und 32 Cent je Vorzugsaktie. Im Vorjahr waren es noch 1,06 beziehungsweise 1,08 Euro je Aktie.

Vor allem in den letzten drei Monaten 2008 beschleunigte sich das Abwärtstempo. Im vierten Quartal fiel wegen hoher Rückstellungen ein operativer Verlust von 718 Millionen Euro an. Seit Herbst sind außerdem die Absatzzahlen der Autobauer vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise auf beispielloser Talfahrt. Kleinwagenhersteller profitierten zuletzt zwar etwas von staatlichen Hilfen wie der Abwrackprämie in Deutschland, Premiumhersteller wie BMW haben davon aber kaum etwas. Im Februar lag der BMW-Absatz etwa ein Viertel unter dem Vorjahreswert.

Einen Ausblick auf 2009 gab BMW zunächst nicht. Auf dem Autosalon in Genf hatte BMW-Chef Norbert Reithofer vergangene Woche offen gelassen, ob BMW in diesem Jahr schwarze Zahlen schreibt. Er hatte nur betont, mit einem sehr schweren Jahr zu rechnen, sollte der Trend der vergangenen Monate anhalten. Wichtig sei im Augenblick vor allem, die Kosten im Auge zu behalten und ausreichend flüssig zu bleiben. Analysten hoffen nun auf der Bilanzpressekonferenz am kommenden Mittwoch auf genauere Angaben.

Berichte über ein mögliches Interesse an Opel wies BMW erneut zurück. “Wir haben keinerlei Pläne oder Absichten, uns an Opel zu beteiligen”, sagte ein Sprecher auf Anfrage. “Wir brauchen in Europa keine zusätzlichen Kapazitäten.” Die “Frankfurter Rundschau” hatte berichtet, die Familie Quandt gebe einer möglichen Kooperation mit dem Unternehmen den Vorzug vor einer engeren Verbindung mit dem Stuttgarter Konkurrenten Daimler. Interessiert sei BMW vor allem am Know-How im Kleinwagensegment und bei elektrischen Antrieben. Allerdings warteten die Bayern derzeit das Ergebnis der politischen Beschlüsse ab.

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