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BMW nimmt Abschied von der Formel 1

Das bayerische Unternehmen zieht sich zurück
Das bayerische Unternehmen zieht sich zurück ©APA (Archiv/epa)
Nach 70 Rennen als werkseigenes Team nimmt BMW-Sauber am Sonntag Abschied von der Formel 1. "Alle können stolz darauf sein, was wir als Team geleistet haben", richtete Teamchef Mario Theissen seiner Belegschaft, zu der auch Ersatzpilot Christian Klien gehört, vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi aus. BMW hatte vor zwei Monaten das Aus des Formel-1-Engagements nach der laufenden Saison verkündet.

247 Formel-1-Teilnahmen als Motorenlieferant von 1982 bis 1987 sowie von 2000 bis 2005 für Williams absolvierte BMW. Während diesen beiden Perioden fuhren die Bayern 20 Siege und vor allem den WM-Titel in der Turbo-Ära 1983 durch den Brasilianer Nelson Piquet ein. 70 Rennen kommen als eigenes BMW-Sauber-Team dazu, Robert Kubica sorgte 2008 in Kanada für den einzigen Sieg.

Beim 17. und letzten Saisonrennen nehmen aber auch zahlreiche Piloten von ihren Teams Abschied. Allen voran stehen bereits die Transfers von Fernando Alonso (Renault zu Ferrari) und Kimi Räikkönen (Ferrari zu McLaren) fest. Ebenfalls fix ist, dass Nico Rosberg sein letztes Rennen für Williams bestreiten wird. Gemäß Spekulationen soll Rosberg kommende Saison an der Seite von Weltmeister Jenson Button für Konstrukteurs-Champion Brawn fahren.

Sportlich geht es bei der Premiere in Abu Dhabi vor allem um WM-Rang zwei hinter Button, der sich bereits in Brasilien Platz eins gesichert hatte. “Ich will versuchen, den zweiten Platz zu festigen. Also volle Attacke noch mal zum Schluss”, kündigte Red-Bull-Pilot Vettel an. Der 22-Jährige geht mit zwei Punkten Vorsprung auf Buttons Teamkollegen Rubens Barrichello ins Finale.

Für Zündstoff sorgten die beiden Piloten Adrian Sutil und Jarno Trulli. Die beiden lieferten wegen ihres Unfalls vor zwei Wochen in Brasilien ein erbittertes Wortgefecht. Toyota-Pilot Trulli, der nach dem Crash wutentbrannt auf den Deutschen losgestürmt war, beschimpfte Sutil: “Ich weiß nicht, ob du blind bist.” Doch Sutil, sichtlich entrüstet ob des neuerlichen verbalen Angriffs des Routiniers aus Italien, konterte: “Ich weiß nicht, wie lange du die Regeln lernen willst.”

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