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Blutiges Stiertreiben in Pamplona

Ein blutiges Ende hat am Dienstag das zweite Stiertreiben in Pamplona genommen: 63 „mutige“ Teilnehmer wurden verletzt, vier von ihnen schwer.

Dies teilten die Rettungskräfte der nordspanischen Stadt mit. Zwei Touristen aus den USA und einer aus Australien wurden von den Stieren aufgespießt und mussten im Krankenhaus notoperiert werden. Zudem zog sich ein 62-jähriger Spanier bei einem Sturz ein schweres Schädeltrauma zu. Auf der Strecke waren Kampfstiere, die als besonders aggressiv gelten. „Es waren viel zu viele leichtsinnige Urlauber dabei“, beklagte sich ein Läufer.

Am schlimmsten traf es den 29-jährigen Australier. Das Horn des Stieres bohrte sich von der Seite zwanzig Zentimeter tief in seine linke Brusthälfte. „Um ein Haar hätte es sein Herz erwischt“, sagte ein Retter. Ein 57 Jahre alter Amerikaner wurde von einem der bis zu 500 Kilogramm schweren Kolosse aufgespießt und mehrfach gegen die hölzerne Schutzwand gedrückt. Er zog sich klaffende Fleischwunden an den Beinen zu. Sein Landsmann (27) wurde am Arm erwischt. Der Lauf auf der 825 Meter langen Strecke dauerte mit vier Minuten und 40 Sekunden fast doppelt so lang wie üblich.

Bei dem traditionellen Spektakel werden morgens je sechs Kampfstiere durch die Gassen der Altstadt von Pamplona bis in die Arena gejagt, wo sie abends von den Toreros getötet werden. Um die Herde zusammenzuhalten, laufen sechs zahme Leitochsen mit. Hunderte waghalsige junge Männer, die „mozos“, rennen dabei vor den Tieren her. Als einzige „Waffe“, um die Bullen von sich fern zu halten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt. Seit 1924 sind 13 Läufer ums Leben gekommen.

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