Blons plant gemeinnützige Wohnzukunft

©Christof Egle
Neben dem Tennisplatz soll eine Mischung aus Wohnen und Arbeit entstehen
Gemeinnütziger Wohnbau geplant in Blons

Blons. Die Gemeinde Blons kämpft mit ähnlichen Problemen wie vergleichbare Berggemeinden. Durch die stark steigenden Grundstückspreise und die nicht vorhandenen alternativen Wohnmöglichkeiten ziehen junge Blonser weg aus ihrer Heimatgemeinde und verlegen ihren Hauptwohnsitz ins Tal. Nun plant die Gemeinde in enger Zusammenarbeit mit der Vogewosi einen ersten Schritt, um diesem Trend entgegen zu wirken. Mitten im Zentrum der Gemeinde direkt an der Faschinastraße L193 neben dem Tennisplatz soll die Vogewosi die erste gemeinnützige Wohnanlage von Blons errichten.

Das nötige Grundstück erwirbt der gemeinnützige Wohnbauträger aus privater Hand. Die Gemeinde stand dem Projekt von Beginn an sehr wohlwollend und positiv gegenüber, die grundsätzlichen Vorgespräche sind bereits erledigt, es fehlen nur mehr letzte Details, dann sollte einer baldigen Einreichung der Pläne nichts mehr im Wege stehen. Laut den Entwürfen sind insgesamt acht Wohneinheiten vorgesehen, die auch vor allem für junge Familien ausgelegt sein werden, bei der Vergabe möchte man auch bewusst Bürger der Gemeinde bevorzugen.

Seitens der Gemeinde wünscht man sich einen Mix aus Miet – bzw. Mietkaufwohnungen und hat auch noch einen zweiten Wunsch deponiert. So soll ein Teil der Wohnanlage auch gewerblich – konkret von Handel und Dienstleistern – genutzt und somit auch Arbeitsplätze in der Gemeinde geschaffen werden.

Einen weiteren Partner hat man ebenfalls bereits mit ins Boot geholt, und zwar konkret den Verein Bergholz. Die im Jahr 2000 gegründete Initiative, die auch ihren Sitz in Blons hat und aus sechs regionalen Handwerksbetrieben besteht, soll einen Großteil der Arbeiten an der Wohnanlage übernehmen.

Das Projekt Bergholz – im Biosphärenpark Großes Walsertal beheimatet und verwurzelt – setzt seit je her auf kurze Wege, auf Holz als Baumaterial und hat sich voll und ganz dem ökologisch optimierten Bauen und Wohnen verschrieben. Damit ist auch garantiert, dass ein Großteil der Wertschöpfung in der Region bleibt.

Als geplanten Baubeginn hat man sich den Herbst als Ziel gesetzt, dieser Fahrplan ist aber noch nicht gesichert. Unabhängig davon kann mit diesen Rahmenbedingungen, geradezu von einem echten Glückstreffer für Blons gesprochen werden. CEG

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