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Blick in natürliche Gletscherspalte im Eispalast am Dachstein

©APA
Gletscherspalten - oftmals lauert in ihnen der Tod, aber im Eispalast am Dachstein-Gletscher können Besucher erstmals gefahrlos den Blick in eine natürliche rund 40 Meter lange Gletscherspalte wagen.

Eiskristalle bis zu 80 Zentimeter Größe erwarten die Interessierten, die durch ein Bullauge ab Mittwoch in die rund 17 Meter tiefe Spalte sehen können, so die Planai-Hochwurzen-Bahnen am Dienstag.

Entdeckt wurde die Gletscherspalte zufällig bei den Bauarbeiten für den Eispalast. Nun schnitten Künstler ein Bullauge in das Eis, damit die Besucher den Kopf hindurch mitten in die Spalte stecken können. Der “Blick in die Gletscherspalte” löst die Sonderausstellung “Fußball im EURO-Jahr 2008” ab und ist laut den Betreibern ein Novum im gesamten Alpenraum.

Gletscherspalten entstehen in der Regel, wenn der sogenannte Fluss des Eises gestört wird, wie etwa durch Felserhebungen in der Tiefe oder durch den Zusammenfluss mehrerer Gletscher. Bei Bergsteigern sind derartige Spalten gefürchtet, da oftmals Schneedecken über ihnen liegen und sie daher nicht sichtbar sind. Jährlich stürzen Dutzende Alpinisten in Gletscherspalten und verunglücken dabei auch tödlich. Erst Anfang August war der Südtiroler Karl Unterkircher beim Aufstieg auf den Nanga Parbat in eine Gletscherspalte gestürzt und ums Leben gekommen.

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