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Blamables 0:1

Das österreichische Fußball-Nationalteam musste gegen Moldawien eine blamable 0:1-Niederlage hinnehmen.

Die Truppe von Hans Krankl unterlag im Auswärtsspiel der Gruppe 3 in Tiraspol überraschend 0:1, somit gerät vor dem kommenden Quali-Match am Mittwoch in Innsbruck gegen Weißrussland selbst der dritte Gruppenplatz in Gefahr. Das entscheidende Tor in einem äußerst schwachen Spiel erzielte vor 7.500 Zuschauern Frunza in der 60. Minute. Für Moldawien war es wahrscheinlich der größte Erfolg der Geschichte und der erst fünfte Sieg im 41. Bewerbspiel. Zuvor waren lediglich Georgien (zwei Mal), Wales und Aserbaidschan auf der kurzen moldawischen Abschussliste gestanden.

Krankl hatte für das zwölfte Spiel seiner Ära Offensive pur versprochen. Neo-Kapitän Flögel, der am Samstag seinen 32. Geburtstag feierte, und Co. gingen es aber so wie ihre moldawischen Kontrahenten eher gemächlich und risikolos an. Die erste Hälfte wurde somit zum an Höhepunkten armen Mittelfeld-Geplänkel.

Krankl hatte danach so wie die rund 30 mitgereisten Österreich-Fans offensichtlich genug vom “Sommer-Kick”, die Worte in der Kabine blieben nicht ohne Wirkung. Nach einem Freistoß von Kirchler konnte Hmaruc das Leder nicht bändigen, in der folgenden Riesen-Verwirrung unmittelbar vor dem Moldawien-Tor brachten aber Scharner und Ehmann den Ball nicht über die Linie (50.). Als in der 53. Minute Haas eine Kirchler-Flanke nur knapp verfehlte, schien die “Betriebstemperatur” vom Sieg in Schottland Ende April endlich halbwegs erreicht zu sein.

Doch statt des erlösenden 1:0 der Gäste folgte in der stärksten Phase der Österreicher die bittere kalte Dusche. Mit der ersten gefährlichen Aktion der zweiten Hälfte brachte Frunza die Moldawier in Führung. Nach einem Querpass von Covalciuc schob der Angreifer den Ball aus fünf Metern ins leere Tor.

Der geforderte Pflichtsieg der Österreicher rückte damit in weite Ferne. Punkto Ballbesitz hatten die Österreicher in der hektischen Schlussphase zwar klare Vorteile, der moldawische Riegel und Keeper Hmaruc waren aber an diesem Tag für die ÖFB-Auswahl einfach nicht zu bezwingen.

Hans Krankl (ÖFB-Teamchef): “Diese Niederlage ist keine Blamage, im heutigen Fußball gibt es keine Blamagen mehr. Wir hatten Chancen für zwei Spiele, haben sie aber allesamt vergeben und sind vergeblich angerannt. Und dann folgt eben im Fußball die Ernüchterung.”

Moldawien – Österreich: 1:0 (0:0)
Tiraspol, 7.500, SR da Silva
Tor: 1:0 (60.) Frunza

Moldawien: Hmaruc – Catinsus – Priganiuc, Testemitanu – Olexici, Iwanow, Cebotari, Covalciuc, Boret (69. Andriuta) – Rogaciov (78. Patula), Frunza (85. Valuta)

Österreich: Mandl – Scharner (80. Eder), Ehmann, Stranzl, Dospel (57. Cerny) – Schopp, Aufhauser, Flögel, M. Wagner (70. Wallner) – Kirchler, Haas

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