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Blair zu Blitzbesuch im Irak

Premierminister Tony Blair hat überraschend die britsichen Truppen im Irak besucht. In einer Rede dankte Blair den Soldaten für ihren Einsatz und verteidigte erneut die Beteiligung am Irak-Krieg.

Der Sturz des ehemaligen Staatschefs Saddam Hussein sei von großer Bedeutung für die weltweite Stabilität gewesen. Blair beschrieb den Irak als einen Testfall: „Wenn wir zurückgewichen wären, hätten wir der Bedrohung in anderen Ländern niemals entgegentreten können”, sagte er.

Das Regime von Saddam Hussein habe bewiesenermaßen Massenvernichtungswaffen eingesetzt, betonte Blair, dessen Land der engste Verbündete der Besatzungmacht USA ist. Und in den Gefangenenlagern seien hunderttausende Menschen ums Leben gekommen. Repressive Staaten, die Massenvernichtungswaffen entwickelten, stellten eine Bedrohung für die Sicherheit der ganzen Welt dar. Das gestürzte Regime sei ein verabscheuungswürdiges gewesen.

Mit dem Argument, der Irak unter Machthaber Saddam Hussein verfüge über Massenvernichtungswaffen, hatte Blair den Irak-Krieg gegenüber einer skeptischen Öffentlichkeit in seinem Land und der Welt begründet. Bisher sind im Irak derartige Waffen jedoch nicht gefunden worden.

Blair warnte vor dem „Virus des islamischen Extremismus”, der die Sicherheit in der Welt bedrohe. Die britischen Berufssoldaten, denen er für ihren Einsatz dankte, nannte Blair die „neuen Pioniere eines Soldatentums des 21. Jahrhunderts.” Sie stünden im Kampf gegen die „Doppelbedrohung” durch Terrorismus und brutale Regime auf der ganzen Welt in vorderster Front. Rund 10.000 britische Soldaten sind im Irak eingesetzt; verglichen mit anderen Staaten der Besatzungskoalition haben sie relativ wenig Verluste zu verzeichnen. Im Irak seien Fortschritte gemacht worden, die „noch vor einem Jahr nicht denkbar waren”, meinte Blair.

An Bord einer Militärmaschine traf Blair von seinem Urlaubsort Sharm el Sheikh in Ägypten kommend in der südirakischen Stadt Basra ein. Journalisten, die Blair begleiteten, waren unter strenger Geheimhaltung von Großbritannien nach Ägypten gebracht worden. Es war Blairs zweiter Besuch im Irak nach dem Sturz von Diktator Saddam Hussein. Im Irak-Krieg war Blair der engste Verbündete von US-Präsident George W. Bush. Dieser hatte seinen Soldaten im Irak im November überraschend zum Erntedankfest einen Besuch abgestattet.

Auf dem Höhepunkt des Krieges hatte Großbritannien 45.000 Soldaten im Irak. Die überwiegend von Schiiten bewohnte Stadt Basra wird seit dem Krieg von britischen Soldaten kontrolliert. Dort ist die Lage nicht so gefährlich, wie in den sunnitischen Gebieten um die Hauptstadt Bagdad, wo US-Truppen täglich Ziel von Angriffen sind. Am Samstag gab es bei Anschlägen wieder drei Tote und mehrere Verletzte unter den US-Soldaten.

Seit dem Anfang Mai erklärten Ende der Hauptkampfhandlungen sind 200 US-Soldaten durch Aufständische getötet worden. Die britische Armee verlor im Krieg 20 Soldaten durch Feindeinwirkung. 30 Soldaten kamen durch Unfälle oder durch irrtümlichen Beschuss der eigenen Truppen ums Leben.

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