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Blair weist Vorwürfe zurück

In der Affäre um "Geheimkredite" an die regierende Labour-Partei ist der britische Premierminister Tony Blair am Mittwoch in die Offensive gegangen.

Im Parlament wies der Regierungschef erneut alle Vorwürfe zurück. Seine eigene Partei habe sich nichts zu Schulden kommen lassen. Zugleich forderte er die Opposition auf, gemeinsam mit Labour nach einer Regelung für die Parteienfinanzierung zu suchen. An die Konservativen appellierte er, die Namen ihrer bisher geheimen Kreditgeber zu veröffentlichen.

Blair steht wegen der Affäre um Millionenkredite von reichen Geschäftsleuten, die erst nachträglich veröffentlicht wurden, erheblich unter Druck. Dabei geht es um Kredite für umgerechnet mehr als 20 Millionen Euro, die Labour vor der Parlamentswahl im vergangenen Jahr bekam. Erst in dieser Woche wurden die Namen der zwölf Spender bekannt gegeben. Mehrere Kreditgeber fordern ihr Geld inzwischen mit Zinsen zurück.

Der Premierminister muss sich insbesondere gegen den Verdacht wehren, dass die Geldgeber als Dank für die finanzielle Hilfe einen Adelstitel und einen Sitz im Oberhaus versprochen bekamen. Inzwischen ermittelt in der Affäre auch Scotland Yard. Die Konservative Partei soll nach Presseberichten umgerechnet rund 30 Millionen©Euro an Krediten bekommen haben.

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