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Blair kritisiert schwulenfeindlichen Papst

Der frühere britische Premierminister Tony Blair (55) hat den Papst für dessen Einstellung zur Homosexualität kritisiert. Der Vatikan solle seine "unbeugsame" Haltung überdenken, sagte Blair in einem Interview mit dem britischen Schwulenmagazin "Attitude" vom Mittwoch.

Die Sicht des Papstes und des Vatikans über die Rechte von Schwulen und Lesben stimmten nicht mehr mit der toleranteren Haltung der meisten Katholiken überein.

Blair war vor zwei Jahren als Premierminister abgetreten und anschließend zum Katholizismus konvertiert. Während seiner Amtszeit hatte er in Großbritannien die Homo-Ehe eingeführt. Diese gilt nach Ansicht des Vatikans als Sünde.

Die katholische Kirche könnte nach Meinung Blairs in einer ähnlichen Weise reformiert werden, wie er es einst mit der Labour Party gemacht habe. “Religionen stehen vor dem gleichen Dilemma wie politische Parteien, wenn sich das Umfeld verändert”, sagte der Ex-Premier. Erst vor wenigen Monaten hatte eine Rede von Papst Benedikt XVI., in der er sich gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen aussprach, für Empörung in der Schwulengemeinde gesorgt.

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