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Bitteres Aus für Austria Wien

Bitteres Out für die Austria
Bitteres Out für die Austria ©GEPA
Austria Wien gibt in Überzahl eine 2:0-Führung aus der Hand und verpasst den Aufstieg in die K.O.-Runde der Europa League.

Die Wiener Austria hatte als einziger der drei österreichischen Clubs am letzten Spieltag der UEFA Europa League Gruppenphase noch die Chance, sich für die K.O.-Phase zu qualifizieren. Dafür musste aber ein Sieg bei Viktoria Plzen her und auf Schützenhilfe des AS Roma gehofft werden.

Bitteres Aus für die Austria

Die Tschechen erwischten den klar besseren Start in die Partie, die Veilchen brauchten in der Anfangsphase Glück, um nicht in Rückstand zu geraten. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde kam die Austria dann besser ins Spiel und profitierte von einem schweren Fehler von Keeper Kozacik, der Pires bei einem mißglückten Abschlag den Ball perfekt vorlegte. Pires wurde daraufhin von Hejda im Strafraum umgerissen, der ukrainische Schiedsrichter entschied auf Elfmeter und Torraub, der tschechische Abwehrspieler wurde mit der roten Karte zum Duschen geschickt.

Den fälligen Strafstoß verwertete Holzhauser souverän zur Führung für die Fink-Elf. Stryger Larsen ließ nach 37 Minuten eine Großchance auf den zweiten Treffer aus, wenig später war es dann aber doch so weit. Nach einer Ecke von Holzhauser stieg der aufgerückte Innenverteidiger Rotpuller in der Mitte am höchsten und verwertete per Kopf zum 2:0. Noch vor der Pause verkürzte allerdings Pilsen nach einem Corner auf 1:2, Horava wurde am zweiten Pfosten vergessen und hatte keine Mühe abzuschließen.

Nach Wiederbeginn versuchte die Austria die knappe Führung zu verwalten, die Tschechen kamen aber nach 72 Minuten trotz Unterzahl zum Ausgleich. Die Veilchen ließen dem Gegner zu viel Platz und dies bestrafte Duris per Kopf mit dem 2:2. Damit aber nicht genug, denn Duris besorgte sechs Minuten vor dem Schlusspfiff wieder per Kopf sogar das 3:2 für die Gastgeber. Das war dann auch der Endstand in dieser kuriosen Partie, die Wiener gaben wie schon gegen den FC Astra einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand, dieses Mal sogar mit einem Mann mehr über 70 Minuten. Dabei hätte das Ergebnis aus dem Parallelspiel (0:0 zwischen Astra und Rom) bei einem eigenen Sieg gereicht, um die K.O.-Phase zu erreichen. Damit überwintert kein einziges österreichisches Team im europäischen Clubfußball, Rapid und Salzburg hatten bereits vor dem letzten Spieltag keine Chance mehr auf ein Weiterkommen.

Punktgewinn für Rapid

Für Rekordmeister Rapid Wien endete die Europa League mit einem Heimspiel gegen Athletic Bilbao. In den ersten 45 Minuten suchte man vergeblich nach Höhepunkten, in Halbzeit zwei wurde das Spiel dann interessanter und chancenreicher. Neo-Trainer Damir Canadi brachte nach einer knappen Stunde mit Joelinton und Kvilitaia zwei frische Stürmer und beide Akteure waren dann entscheidend an der Führung in Minute 72 beteiligt. Kivlitaia scheiterte nach schönem Pass zunächst noch an Gästekeeper Iraizoz, Joelinton konnte den Abpraller problemlos verwerten. Die Basken drückten in der Folge auf den Ausgleich, der in Minute 84 auch fallen sollte. Nach einem Freistoß verlängerte Molina den Ball zur Mitte, wo Saborit goldrichtig stand und zum 1:1-Endstand verwerten konnte.

Salzburg siegt zum Abschluss

Double-Sieger FC Salzburg empfing im letzten Europacupspiel in diesem Jahr auf österreichischem Boden den deutschen Traditionsclub Schalke 04. Für beide Teams ging es dabei “nur” noch ums Prestige, denn Schalke stand bereits als Gruppensieger fest, die Mozartstädter konnten die K.O.-Runde nicht mehr erreichen. Dementsprechend bekamen bei den Mannschaften einige Spieler aus der zweiten Reihe die Chance sich zu präsentieren. Am Ende durfte sich Salzburg über einen 2:0-Erfolg freuen, die Treffer erzielten Schlager nach 22 Minuten und Radosevic ins verwaiste Tor in der vierten Minute der Nachspielzeit von Halbzeit zwei. Auch wenn alle Entscheidungen in dieser Gruppe bereits gefallen waren, ein Sieg einer österreichischen Mannschaft gegen einen Vertreter aus Deutschland ist dennoch immer etwas Besonderes, denn der letzte rot-weiß-rote Erfolg gegen einen Bundesligaclub ist bereits sieben Jahre her. Zudem rückte Österreich dank des Sieges von Salzburg auf Platz 15 in der UEFA 5-Jahreswertung vor, was ab 2018 einen zusätzlichen Europacup Startplatz bedeuten würde.

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