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Bis zu 4 Meter Höhe: Brutale Überschwemmungen in Griechenland

Schwere Überschwemmungen in Griechenland.
Schwere Überschwemmungen in Griechenland. ©Reuters; AP
Die Wassermassen erreichten an vielen Stellen alarmierende vier Meter Höhe, zwingend Bewohner dazu, auf Dächer zu flüchten.
Griechenland wird überschwemmt
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Zwei Österreicher gelten bei den schweren Überschwemmungen in Griechenland als vermisst. "Zum aktuellen Zeitpunkt müssen wir leider bestätigen, dass zwei österreichische Staatsbürger am von den Unwettern stark betroffenen Pilion vermisst werden. Die österreichische Botschaft in Athen und das Honorarkonsulat in Volos stehen in laufendem Kontakt mit den lokalen Behörden, um die Suche nach den Vermissten bestmöglich zu unterstützen", so das Außenministerium gegenüber der APA.

Laut dem Portal "ekathimerini.com" handelt es sich um ein frischvermähltes Paar aus Graz, dessen Ferienunterkunft am Dienstag in der Region Pilion weggeschwemmt wurde. Demnach floh das Paar auf einen Hügel, um den Wassermassen zu entkommen. Seither werden sie vermisst.

Schwere Überschwemmungen

Das idyllische Mittelgriechenland wird derzeit von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht, die durch anhaltendes Unwetter und heftigen Regen verursacht wurden. Besonders betroffen sind die Stadt Karditsa und die umliegenden Gemeinden. Die Bewohner dieser Gebiete erleben eine Katastrophe, da das Hochwasser ihre Häuser bis zu den Dächern erreicht hat. Ein Anwohner berichtete dem Sender Mega, dass das Wasser an manchen Stellen sogar vier Meter hoch steht.

Gesamte Thessalien-Region in Gefahr

Die Ausmaße der Überschwemmungen sind derart dramatisch, dass Feuerwehrsprecher Giannis Artopoios das Flachland Thessaliens als einen "riesigen See" beschreibt. Selbst das Militär ist jetzt im Einsatz, um die betroffenen Gebiete zu unterstützen, wobei Schlauchboote eingesetzt werden. In Thessalien leben rund 700.000 Menschen, von denen so gut wie alle von den verheerenden Fluten betroffen sind, wie griechische Medien berichten.

Hilfskräfte kämpfen gegen die Naturgewalten

Die Bewohner von Karditsa berichten von unzugänglichen Dörfern und einer überfluteten Ebene, die jeden Zugang für Rettungskräfte unmöglich macht. "Vielleicht mit Hubschraubern, aber wo sollen sie landen? Es gibt kein Land!", sagt ein verzweifelter Mann.

Infrastruktur schwer getroffen

Die anhaltenden Regenfälle und Gewitter haben in Mittelgriechenland nicht nur verheerende Auswirkungen auf die Bevölkerung, sondern auch auf die Infrastruktur. Große Teile der Region sind von Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten. Die Lage bleibt äußerst besorgniserregend, und die Rettungskräfte arbeiten unter extremen Bedingungen daran, den Betroffenen zu helfen.

Die griechischen Behörden rufen zu erhöhter Wachsamkeit auf und stehen vor der enormen Herausforderung, die außergewöhnlichen Naturgewalten zu bewältigen und den Menschen in dieser schweren Zeit beizustehen.

(APA/VOL.AT)

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