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Bis es "Alles Walzer" heißt

Anna Waldner aus Schwarzach bereitet den Ball der Vorarlberger in Wien vor.

Stressig hat sie es im Moment – als Mitarbeiterin in einer PR-Agentur, als Teilnehmerin eines berufsbegleitenden Studiums, vor allem aber als Mitglied des Organisationsteams des Balles der Vorarlberger in Wien, der heute Abend zum 24. Mal im Palais Ferstel stattfindet. Ist all das nicht zu viel? „Es ist zwar gerade im Dezember und Jänner sehr anstrengend, aber es macht Spaß, sehr viel Spaߓ, lacht Anna Waldner: „Und die Bestätigung bekommt man dann ja am Abend, wenn man die vielen Besucher sieht und merkt, dass auch alles klappt und wie gewünscht funkti­oniert.“

Heimweh abstreifen

Schon zum fünften Mal organisiert die 24-Jährige gemeinsam mit ihrer Kollegin Ulrike Kinz den Ball der Vorarlberger in Wien. Als sie 2005 für ihr Jus-Studium in die Bundeshauptstadt übersiedelte, ging sie gleich zum Verein der Vorarlberger, bei dem sie seit einem halben Jahr auch im Vorstand sitzt und tatkräftig mitarbeitet. „Es ist toll, wenn man auch andere Vorarlberger treffen kann, obwohl man so weit von zu Hause weg ist“, meint die Schwarzacherin, die diese Woche ihre Sponsion feierte. Der Verein hat mittlerweile schon über 1000 Mitglieder und ist unter den Wiener Vorarlbergern sehr beliebt. „Man kann nämlich auch wieder einmal im Dialekt reden und Heimweh abstreifen“, meint die Organisatorin. Heuer übernimmt die Marktgemeinde Lauterach die Patronanz für den Ball der Vorarlberger. „200 Vorarlberger reisen dafür extra nach Wien“, freut sich Waldner: „Das ist eine der größten Delegationen, die bisher für einen Ball aus Vorarlberg angereist ist.“ Insgesamt werden über 800 Ballbesucher erwartet: aus dem Ländle, aus Wien und sogar aus dem umliegenden Ausland. „Im letzten Jahr waren sogar Franzosen auf dem Ball, das freut uns natürlich sehr.“

Tanzbein schwingen

Vor allem aber auf die Mitternachtseinlage mit einer Show der Lauteracher Delegation, der Mädchengarde und dem Schalmeienzug ist Anna Waldner schon gespannt. Erstmals spielt auch eine Vorarlberger Tanzband, die „All Right Guys“, auf dem Ball. „Das gab es bisher noch nie.“ Und wo findet man Anna Waldner am großen Abend? „Beim Tanzen“, betont die 24-Jährige, denn beim Ball selber gibt es dann nicht mehr viel zu tun: „Klar, man schaut, ob alles in Ordnung ist, aber der Spaß steht eindeutig im Vordergrund.“

Erste Reservierung für 2012

Aber wer denkt, dass nach dem Ball wieder Ruhe einkehrt, der hat sich wohl getäuscht. Quasi am Tag danach beginnen schon wieder die Vorbereitungen für nächstes Jahr. „Bei so einem Ball muss nämlich einiges organisiert werden, mehr als man denkt.“ Der Saal muss reserviert werden, die Band und die Tänzer müssen ausgewählt werden und die Sponsorensuche beginnt erneut. „Im Herbst werden dann die Einladungen verteilt, Bestellungen und Reservierungen vorgenommen und der Kartenverkauf startet“. Aber das alles macht Anna Waldner gerne, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Es gibt jetzt schon wieder Kartenreservierungen für nächstes Jahr“, erzählt sie stolz: „Und der heurige Ball hat noch gar nicht stattgefunden.“ Das hat es bisher noch nie gegeben und ist wohl ein gutes Zeichen.

Rauschende Ballnacht

Heute Abend ist es soweit: Die letzten Proben laufen, der Saal ist geschmückt, das Schnitzel liegt quasi schon auf dem Teller – und dann heißt es in Wien, beim Ball der Vorarlberger: „Alles Walzer!“

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