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"Biotech-Geige" gewinnt Klangtest gegen Stradivari

Erfolg für eine an der Schweizer Eidgenössischen Materialforschungsanstalt EMPA hergestellte "Biotech-Geige": Das aus pilzbehandeltem Holz gebaute Musikinstrument klingt laut der Fachjury und Zuhörern an einem Blindtest in Deutschland schöner als eine Stradivari-Geige.

Zwei Biotech-Geigen traten an einer Veranstaltung in Osnabrück gegen eine zwei Millionen Dollar (1,377 Mio. Euro) teure Stradivari des britischen Starviolinisten Matthew Trusler und gegen zwei “normale” Geigen an, wie die EMPA am Mittwoch mitteilte. Trusler spielte hinter einem Vorhang, sodass das Publikum die Instrumente nicht erkennen konnte.

Einer Mehrheit sowohl der Fachjury als auch der übrigen Zuhörer gefielen die Klänge der pilzbehandelten Geige “Opus 58” am besten. Die Stradivari kam auf den zweiten Platz. Die Beurteilung sei subjektiv, räumt die EMPA ein. Für die Klangqualität gebe es kein naturwissenschaftliches Messverfahren.

Möglich wurde das Klangwunder dank des Pilzes Xylaria longipes, einem Erreger der Weißfäule. EMPA-Forscher behandelten Holz mit dem Pilz. Dieser treibt Fäden ins Holz, welche die Zellwände an ganz bestimmten Stellen abnagen und so die Holzdichte verringern. Mit diesem Trick wird eine hohe Holzqualität erreicht.

Stradivari seinerseits profitierte vom Klima im 17. Jahrhundert. Damals herrschten nämlich während der sogenannten Kleinen Eiszeit außergewöhnlich tiefe Temperaturen.

Die langen Winter und kühlen Sommer sorgten dafür, dass die Bäume in den Südalpen nur langsam, dafür aber gleichmäßig wuchsen. Das war für den Geigenbauer gut. Das Holz hatte gleichmäßige, dünne Jahresringe und eine relativ geringe Dichte: hervorragende Voraussetzungen für einen guten Klang.

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