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Biopharmahersteller in Vorarlberg insolvent - 28 Mio. Euro Schulden

Das Firmengebäude in Rankweil.
Das Firmengebäude in Rankweil. ©VN/Schweigkofler
Die mit großen Hoffnungen verbundene Ansiedlung eines Biopharmaherstellers in Rankweil (Bezirk Feldkirch) ist nun in eine Großinsolvenz gemündet. Über die Impletio Wirkstoffabfüllung GmbH (vormals Rentschler Fill Solutions GmbH) mit zuletzt 40 Mitarbeitern ist am Montag am Landesgericht Feldkirch ein Konkursverfahren eröffnet worden. Aktiva von knapp 2,5 Mio. Euro stehen Passiva von 28,1 Mio. Euro gegenüber.

Bregenz. Rentschler nahm den operativen Betrieb vor rund einem Jahr auf. Im Herbst 2016 war in einem Betriebsgebiet an der Rheintalautobahn der Grundstein für den Neubau des Unternehmens gelegt worden. Die Investitionshöhe belief sich auf 30 Mio. Euro. Die Eigentümer besitzen auch ein Biopharma-Unternehmen in Deutschland. Geplant und betrieben wurde in Rankweil die aseptische Abfüllung pharmazeutischer Produkte.

Neustart der Anlage nicht zeitnah möglich

Nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) wurde jedoch aufgrund von Mängeln in den Prozessabläufen ein Produktions- und Auslieferungsstopp verhängt. "Da ein Neustart der Anlage zeitnah nicht möglich ist, können in absehbarer Zeit keine Abfüllungen mehr stattfinden und fließen dem Unternehmen auch keine Mittel mehr zu", berichtete der Gläubigerschutzverband am Montag.

40 betroffene Dienstnehmer

Der AKV, der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) und die Creditreform gaben die Zahl der betroffenen Dienstnehmer mit 40 an. Laut einem Artikel der "Vorarlberger Nachrichten" wurden diese am vergangenen Donnerstag vom Anwalt der Firma "nach Hause geschickt". Bereits im Sommer waren etwa 20 Mitarbeiter abgebaut worden. Neben den Dienstnehmern sind 44 Gläubiger von der Insolvenz betroffen. Ein Antrag auf Sanierung wurde von der Impletio GmbH, die den Insolvenzantrag selbst gestellt hat, bisher nicht eingebracht. "Ob das Unternehmen doch noch fortgeführt werden kann oder endgültig geschlossen bleibt, wird die Masseverwalterin entscheiden", sagte Stefan Mazal von der Creditreform.

Zur Insolvenzverwalterin wurde Eva Müller bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 23. Jänner 2020 anmelden, die erste Prüfungstagsatzung findet am 6. Februar statt.

(APA)

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