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Biomasse ersetzt 200.000 Liter Heizöl

Trotz respektabler Kubatur, wurde die Biomasseheizung ortsbildschonend an den Hotelkomplex angedockt und gegenüber dem Hoteleingangsbereich 20 Meter abgesenkt.
Trotz respektabler Kubatur, wurde die Biomasseheizung ortsbildschonend an den Hotelkomplex angedockt und gegenüber dem Hoteleingangsbereich 20 Meter abgesenkt.
„Warther Hof“ leistet wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zum „Projekt Energiemodell­region“.

Warth. (stp) Rechtzeitig zum Beginn der Heizsaison konnte das Wellnesshotel „Warther Hof“ seine neue Energiezentrale in Betrieb nehmen, mit der nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch im Rahmen des Projekts einer österreichischen Energiemodellregion, gemeinsam mit Lech initiiert, ein Markstein gesetzt wurde.

Ausgeklügeltes System

Seit einigen Wochen läuft die Anlage – ohne Kinderkrankheiten und Anlaufschwierigkeiten – perfekt, wie Jung-Hotelier Markus Roiderer bei einem Lokalaugenschein in den „Tiefen eines ausgeklügelten Systems“ erläuterte. Es geht in der Tat tief hinunter, „die Bodenplatte liegt rund 20 Meter unter dem Niveau der Hotel-Eingangshalle“, ergänzt Seniorchef Oswald Jäger, der „seinen Warther Hof“ vor 35 Jahren eröffnete und als Familienbetrieb, in dem heute drei Generationen aktiv sind, in mehreren Etappen zum Top-Hotel der gesamten Region ausbaute. Mehr als 160 Betten – gut 130 Gästebetten und 30 Betten für Hotelmitarbeiter – umfasst das Wellnesshotel heute.

Über eine Million

Mehr als eine Million Euro wurden in das Projekt investiert, das nicht nur den Ersatz der Ölheizung umfasst, sondern auch in anderen Energiebereichen Akzente setzt. LR Erich Schwärzler, der sich über das Projekt eingehend informierte, war sehr angetan und erfreut, „dass im Interesse der Umwelt und Nachhaltigkeit solche Initiativen gesetzt werden.“ „Zum einen gibt es eine Luftwärmerückgewinnung, d. h., mit der warmen Abluft – die bisher ungenutzt verpuffte – wird die frische Zuluft aufgewärmt. Zum anderen gibt es die Wärmerückgewinnung durch das Rauchgas, mit dem der Rücklauf vom Hotel aufgewärmt wird und erst dann mit der Biomasse-Anlage fertig auf Temperatur gebracht wird. Auch hier wird die bisher im wahrsten Sinne des Wortes durch den Kamin geblasene Energie genutzt und damit an anderer Stelle eingespart.“

Biomasse aus der Region

„Der jährliche Bedarf an Heizöl lag – je nach Strenge des Winters – bei 180.000 bis 200.000 Liter. An Spitzentagen wurden rund 1200 Liter verheizt“, erläutert Roiderer die Ausgangslage. Heute kommt die Energie aus der Region, ein Partner aus dem Bregenzerwald versorgt das Hotel mit Biomasse – rund 2500 Schüttraummeter (srm) werden pro Jahr benötigt. Der Bunker fasst 350 srm und speist den Ofen über ein vollautomatisches System.

Lech nacheifern

Es ist nicht nur Umweltschutz, es rechnet sich auch finanziell – und es ist ein Beitrag zu den gemeinsamen Bemühungen in der Energiemodellregion mit Lech, das diesbezüglich landesweit zu den Pionieren zählt. „Und hier nachzueifern ist sicher nicht schlecht“, räumt Roiderer mit Blick auf die vielen Gemeinsamkeiten mit dem „großen Bruder“ ein.

Lech als Energiepionier

Das Projekt der Energiemodellregion ist inzwischen zwar ausgelaufen, doch der eingeschlagene Weg soll fortgesetzt werden, so die nachhaltige Devise, die Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel ausgibt. Warth will dabei nicht nur von den Ressourcen der großen Nachbargemeinde profitieren, sondern auch von den Lecher Erfahrungen. Lech hat sich landesweit als Energiepionier profiliert und schon 1999 das erste Biomasse-Heizwerk in Betrieb genommen. Diese Strategie wurde konsequent weiterverfolgt und binnen zehn Jahren wurden schon mehr als zwei Drittel der Heizenergie durch Biomasse abgedeckt. Dieser Anteil wurde mit dem Projekt Energiemodellregion auf über 90 Prozent gesteigert. „Da gibt es in Warth noch Nachholbedarf – aber ein Anfang ist gemacht“, fasst Oswald Jäger zusammen.

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