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Biologe zu Killer-Hornissen: Könnte es sie auch bald in Vorarlberg geben?

©Symbolbild: AP Photo/Ted S. Warren, VOL.AT/Mayer
Die als Killer-Hornisse betitelte Asiatische Riesenhornisse sorgt derzeit in den USA für Wirbel. Warum Vorsicht geboten ist und wie wahrscheinlich es ist, dass die Art auch zu uns kommt, verrät Biologe Klaus Zimmermann.

Killer-Hornissen sorgen derzeit in den USA für großes Aufsehen. Doch wie unterscheidet sich diese "gefährliche" Art von den heimischen Hornissen? "Man muss aufpassen, was man da vergleicht", erklärt Biologe Klaus Zimmermann. Die heimische Hornisse sei relativ groß, die Königin könne bis zu 4 Zentimeter lang werden. "Dann gibts eben zwei asiatische Hornissen und beide Arten sind mittlerweile in andere Länder eingeschleppt worden", so Zimmermann. Die asiatische Hornisse habe man bereits in Deutschland entdeckt. Sie sei kleiner als die heimische Hornisse und auch nicht gefährlicher, dennoch werde sie immer wieder als "Killer-Hornisse" beschrieben.

"Die, auf die es vielleicht noch eine Spur eher zutrifft, das ist die asiatische Riesenhornisse", verrät der Biologe. Diese sei vor einiger Zeit nach Amerika eingeschleppt worden und sorge dort für Schlagzeilen. "Aber in Europa wurde sie noch nicht gesichtet."


Oben: In Nordamerika heimische Hornisse, unten: Asiatische Riesenhornisse. Bild: AP Photo/Elaine Thompson

Bedingungen müssen stimmen

Ob die beiden Hornissenarten bald auch nach Vorarlberg eingeschleppt werden könnten, lasse sich schwer prognostizieren. "Prinzipiell ist es für die Tiere sehr leicht, irgendwo eingeschleppt zu werden", meint Zimmermann. Danach müssten sie nur noch die klimatischen Bedingungen bei uns aushalten. Die Asiatische Hornisse sei bereits in Hamburg aufgetreten. "Da war man eigentlich verblüfft, dass sie es überhaupt von den Bedingungen her dort schafft." So ähnlich würde das auch auf die Riesenhornisse zutreffen: "Wenn sie eingeschleppt wird, kann es durchaus sein, dass sie sich ansiedelt", verdeutlicht Klaus Zimmermann. Bei der anderen Art gehe man bereits davon aus, dass es wirklich nur eine Frage der Zeit sei, bis sie auch speziell in Vorarlberg auftrete.

Eine präparierte Asiatische Riesenhornisse. Bild: AP Photo/Ted S. Warren

Folgen einer Einschleppung

Sollte es die Asiatische Hornisse, die es bereits in Deutschland gibt, bis nach Vorarlberg schaffen, hätte das Folgen. "Die Auswirkungen sind vielleicht auf andere Wespenarten zu spüren, wo es einfach um Konkurrenz geht", erklärt Inatura-Fachberater Klaus Zimmermann. Die Arten würden einander vertreiben, das sei ein natürlicher Prozess. "Für uns Menschen ist das Tier - sag ich mal - völlig harmlos."

Nicht gefährlicher als die heimische Hornisse

Die Asiatische Hornisse sei nicht giftiger, gefährlicher oder aggressiver als die heimische. Das einzig Problematische könnte sein, dass sie einen Schwebeflug machen könne. "So kann sie in Nähe eines Bienenstockes auf heimkehrende Bienen warten, sie jagen und zum Teil dezimieren", erklärt Zimmermann.

Allergische Reaktion

Anders sei das bei der Asiatische Riesenhornisse: "Die ist ein Stück größer und hier hat es doch bei manchen Menschen starke allergische Reaktionen auf den Stich gegeben", so der Biologe. In dieser Hinsicht sei Vorsicht geboten - sollte sie nach Vorarlberg kommen.

(VOL.AT)

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