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"Bin manchmal ein richtiger Sturschädel"

Nach der Rückkehr aus Vancouver gönnt sich Snowboarder Markus Schairer ein paar Ruhe- und Trainingstage im Montafon.

Trotz Rippenbrüchen sind Sie bei den Winterspielen gestartet. Wie geht es Ihnen nun?
Markus Schairer: Eigentlich ganz gut. Die Brüche machen mir im Alltag keine Probleme mehr. Von Tag zu Tag wird es spürbar besser. Vor dem ersten Training auf dem Olympiakurs bin ich noch unten gestanden und habe mich gefragt: ,Wie soll ich da runterkommen?‘ Dann hat mir ein Doktor die Wirbelsäule eingerenkt und es wurde spürbar besser. Geblieben sind eigentlich nur die Schmerzen von den Prellungen.

Mit ein wenig Abstand betrachtet: War es ein Fehler mit einer solchen Verletzung bei Olympia zu starten?
Schairer:
Nein, auf keinen Fall. Vielleicht hätte ich mehr damit rechnen müssen, dass es nicht so laufen wird, wie ich es gerne hätte. Doch zwei Wochen vorher wollte ich mir die Chance auf Olympia einfach nicht nehmen lassen. Dafür habe ich in den letzten Jahren zuviel investiert. Dafür bin ich auch zu sehr ein Sturschädel. Jetzt, da ich die Videoanalyse schon hinter mir habe, weiß ich, dass ich nicht so auf dem Brett gestanden bin, wie sonst. Dennoch, ich hätte mehr attackiert, wenn meine Gegner nicht Luki (Anm. d. Red.: Lukas Grüner) und Mario (Mario Fuchs) gewesen wären. Mehr Pech kann man einfach nicht haben.

Was haben Sie nun persönlich aus den zehn Tagen bei ihren ersten Olympischen Winterspielen mitgenommen?
Schairer:
Gemischte Eindrücke. Vor allem sportlich. Aber ich habe auch gesehen, dass sich die Leute in Vancouver richtig viel Mühe gegeben haben. Und ich weiß jetzt, ohne dabei überheblich sein zu wollen, dass der Snowboardcross der Herren eine megageile Veranstaltung ist. Es war einfach super, dies miterleben zu dürfen.

Und was war ihr persönliches Olympia-Highlight?
Schairer:
Das war am Freitag Abend, als wir mit der U-Bahn in die Stadt gefahren sind und währenddessen der Kanadier Jon Montgomery Skeleton-Gold gewonnen hat. Wir mussten anstehen, um die U-Bahn-Station verlassen zu können. 600.000 Menschen waren in der Stadt, alle im kanadischen Outfit – die Stimmung war sensationell. Selbst die Polizisten haben mitgefeiert. Das war noch eindrucksvoller als die Eröffnungsfeier. Wenngleich: Da hatte ich eine richtige Gänsehaut, als wir eingelaufen sind.

Wie schauen die Ziele für den Rest der Saison aus?
Schairer:
Es sind noch zwei Weltcuprennen (Anm. d. Red.: Valmalenco und La Molina), einmal möchte ich noch ganz vorne dabei sein. So halbverletzt eine Saison zu beenden, das ist nicht meins.

Ist die Verletzungsgefahr im Snowboardcross größer geworden?
Schairer:
Nein, das glaube ich nicht.

Und die Leistungsdichte?
Schairer:
Die ist sicherlich höher geworden. Auch wenn jetzt nach Olympia vielleicht ein paar Ältere aufhören, es kommen gute, junge Fahrer nach – auch aus Österreich. Ein Gino Hämmerle hat großes Potenzial. Als Europacupsieger hat er in der kommenden Saison seinen Startplatz im Weltcup fix.

Welchem Rat können Sie einem jungen Sportler geben, der sich das Ziel Olympiateilnahme gesetzt hat?
Schairer:
Dieses Ziel hatte ich mir auch mal gesetzt. Jetzt, da ich die ersten Olympischen Spiele erlebt habe, kann ich jedem nur sagen: Es rentiert sich alles, was er für dieses Ziel zu investieren bereit ist.

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