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Billa spürt noch keine Krise

Die zu Rewe Austria zählende Handelskette Billa - in der mit 16.000 Mitarbeitern die halbe Belegschaft der Gruppe beschäftigt ist - spürt von einer Wirtschaftskrise noch nichts. Billa bleibt am 8. Dezember geschlossen

Auch im Oktober und November habe man die Planzahlen erreicht. Die Konsumenten greifen aber verstärkt zu Eigenmarken und Aktionen.

Das volle Ausmaß der Krise habe Österreich aber noch nicht erfasst, ist sich Vorstandssprecher Volker Hornsteiner sicher. “Wir sind aber gewappnet”, zeigte er sich Dienstagabend vor Journalisten zuversichtlich. Die Frage eines Personalabbaus stelle sich aber dezidiert nicht.

Auch im Vorjahr hat Billa wieder massiv in den Umbau der Standorte investiert. In Summe wurden 80 Filialen mit Investitionen von jeweils 800.000 bis 1 Mio. Euro neu gestaltet. Damit sei seit Beginn dieses Umstrukturierungsprogrammes vor fünf Jahren jede fünfte Billa-Filiale in Österreich umgebaut worden. Auch 2009 sollen wieder 80 Billas renoviert werden, 10 neue Standorte mit jeweils rund 15 neuen Mitarbeitern sollen eröffnet werden.

Als Herausforderung sieht der Billa-Vorstand auch im nächsten Jahr die durch den KV-Abschluss höheren Fixkosten von 20 Mio. Euro und die Mehrbelastung von 16 Mio. Euro aus den gestiegenen Energiekosten. Fest stehe, dass Billa schon bisher die stärkere Kostenbelastung nicht zur Gänze über die Konsumentenpreise weitergegeben habe. “Wir sind weniger teurer geworden als die Diskonter”, betonte Hornsteiner.

Durch die aktuelle Wirtschaftskrise stellen die Konsumenten “den Preis wieder stärker in den Vordergrund”, so der Billa-Vorstand. Die Kunden kaufen aber “nicht weniger, sondern mehr Eigenmarken”. So sei der Umsatz mit den 240 Produkten der Billa-Eigenmarke Clever in den vergangenen Monaten zweistellig gewachsen. Bei der Bio-Marke Ja!Natürlich haben sich die Zuwachsraten dagegen deutlich reduziert.

Der Einstieg ins Tankstellen-Geschäft ist für Billa eine Möglichkeit, weiter zu wachsen, so Billa-Vorstand Josef Siess. Bei den klassischen Billa-Filialen sei der Planfonds mit gut 1.000 Standorten in Österreich erreicht. Durch die Kooperation mit Jet in Form der “BILLA stop & shop”-Filialen bei den Tankstellen sei weiteres Wachstum möglich. Das Sortiment soll rund 1.500 Produkte umfassen, die etwas mehr kosten als im Supermarkt.

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