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Bildungsstätte Anne Frank kritisiert TikTok

Die Bildungsstätte Anne Frank hat Bedenken geäußert, dass die Social-Media-Plattform TikTok zur Radikalisierung junger Menschen beiträgt.
Die Bildungsstätte Anne Frank hat Bedenken geäußert, dass die Social-Media-Plattform TikTok zur Radikalisierung junger Menschen beiträgt. ©Reuters, @bsannefrank/TikTok
Die Bildungsstätte Anne Frank hat Bedenken geäußert, dass die Social-Media-Plattform TikTok zur Radikalisierung junger Menschen beiträgt.

Darum geht's:

  • Die Bildungsstätte Anne Frank ist besorgt über die Radikalisierung junger Menschen auf TikTok.
  • TikTok erreicht eine junge und vulnerable Zielgruppe mit problematischen Inhalten.
  • Die Bildungsstätte fordert eine stärkere Regulierung der Plattform und Investitionen in digitale Bildung.

Diese Kritik erfolgt im Kontext des Terrorangriffs der Hamas auf Israel vor etwa vier Monaten.

Kritische Inhalte auf TikTok

Die Einrichtung hebt hervor, dass TikTok eine besonders junge und damit vulnerable Zielgruppe erreicht und mit verstörenden Inhalten versorgt, die kaum reguliert werden. Laut Bildungsstätte Anne Frank trage unter allen sozialen Medien besonders TikTok zu einer "Speed-Radikalisierung junger Menschen" bei.

Besonders problematisch seien Beiträge, die das Massaker am 7. Oktober in Frage stellen oder die Schuld der israelischen Regierung zuschreiben. Zudem würden künstlich generierte Bilder, die getötete palästinensische Kinder zeigen sollen, verbreitet, um antisemitische Stimmungen zu fördern. Die Bildungsstätte Anne Frank hat somit eine Kampagne gegen Antisemitismus auf Tiktok gestartet.

Die Herausforderung der digitalen Welt

Die Bildungsstätte macht auf die Schwierigkeiten aufmerksam, denen sich Einzelpersonen in einem "Krieg der Bilder und Behauptungen" gegenübersehen. Die Fähigkeit, zwischen authentischen und manipulierten Inhalten zu unterscheiden, sei für viele Nutzer eine große Herausforderung.

Forderungen an die Politik

Eva Berendsen von der Bildungsstätte Anne Frank appelliert an die Politik, die Verantwortlichen hinter sozialen Plattformen stärker zur Rechenschaft zu ziehen. Es gehe darum, gegen antisemitische und rassistische Hassrede, Desinformation und Verschwörungstheorien vorzugehen. Gleichzeitig müsse in die digitale Bildung investiert werden, um Nutzern die Kompetenzen zu vermitteln, mit den Herausforderungen des digitalen Raums umzugehen.

(VOL.AT)

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