Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Bildstein als Kulisse für „Das große Welttheater“

Vor großartiger Naturkulisse in Bildstein gibt das Landestheater „Das große Welttheater“.
Vor großartiger Naturkulisse in Bildstein gibt das Landestheater „Das große Welttheater“. ©Christine Kees
Bildsten. (hapf) Wie in den „guten alten Zeiten", als das Landestheater noch Open-air-Aufführungen am Martinsplatz in der Bregenzer Oberstadt bot, geht Theatermacher Alexander Kubelka mit der Produktion „Das große Welttheater" unter freien Himmel.

Vor der prächtigen Kulisse der Wallfahrtskirche in Bildstein erlebte ein begeistertes Publikum am Mittwoch letzter Woche Premiere.

Im Spielplan wird Caldérons „El Gran Teatro del Mundo” (so der Originaltitel) als magisches Werk, als Dichtung, wie ein antikes Drama, beschrieben. Calderon de la Barca übersetzt den Gedanken „der Bretter, die die Welt bedeuten” in das Leben: Das Leben als Spiel, die Welt als Bühne. Die Figuren auf dieser Bühne sind allegorisch: Der König, Der Bettler, Die Schöne, das totgeborene Kind… Das Werk stellt die großen Fragen: Wie geht der Mensch mit seinem Leben um? Welches ist das Ziel seines Daseins? Gibt es ein Ziel? Gibt es einen Sinn? Die Welt, Der Meister und Das Gesetz der Gnade bestimmen den Ausgang des Spiels: Gefragt wird nach Moral, nach einem Wertekanon, der als Richtschnur für menschliches Handeln dienen kann. Und die Antwort des Dichters ist eine uns recht bekannte, ebenso einfache wie schwierige: Liebe den Nächsten wie dich selbst! Tue recht! Caldérons großes Welttheater entstand um 1635 und gilt als eines der bedeutendsten Werke der klassischen spanischen Literatur.

Bühnenbildlich in Szene setzen die Version des Landestheaters die Bregenzer Architekten Cukrowicz Nachbaur. Die Planer des vorarlberg museums lassen dabei vor allem der Natur und dem Schauplatz mit der barocken Kirche im Hintergrund ihren Raum. Geradezu spartanisch statteten sie das Bühnenbild lediglich mit Euro-Paletten aus. Sie versinnbildlichen die Bretter, die die Welt bedeuten, und davon gehen am Schluss auch einige in Flammen auf.

Für das Schauspiel mit Musik tragen Markus Nigsch (Komposition), Werner Lemberg (Musikalische Leitung), Michael Wallner (Regie) die Verantwortung. In der Naturbühne zu erleben sind Isabel Hindersin (Die Schönheit), Martina Gmeinder (Die Schöpfung), Stephan Bieker (El Mundo), Sebastian M. Winkler (Der Arme), Stefan Bräuler (Der Bauer), Katrin Hauptmann (Die Vernunft), Burkhard Wolf (Der Reiche), Andreas Jähnert (Der König) und Pia Malang (Das Kind).

Das Premierenpublikum zeigte sich begeistert von der Aufführung. Zusatzapplaus gab es für Martina Gmeinder und Sephan Biker für deren herausragend und überzeugend dargebotene Leistungen als Die Schöpfung und El Mundo. Weitere Vorstellungen in Bildstein gibt es am 7., 12., 13., 15., 17., 20. und 22. Juni.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Bildstein
  • Bildstein als Kulisse für „Das große Welttheater“
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen