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Bier-Pipeline erlöst Stadt von ihren Sorgen

Die Bier-Pipeline erleichtert den Transport in Brügge.
Die Bier-Pipeline erleichtert den Transport in Brügge. ©Youtube Video Screenshot
Will man Bier nicht nur trinken, sondern auch noch das Gefühl haben, dass es unter einem vorbeifließt, dann ist man in der belgischen Stadt Brügge genau richtig. Die Bier-Pipeline hilft der Stadt dabei, sich von einem Teil des Verkehrs zu befreien.

Während sich die Idee einer Bier-Pipeline in den USA nicht durchsetzen konnte, hat es Belgien schon im Jahr 2016 umgesetzt. Die historische Stadt Brügge beherbergt die erste Bier-Pipeline weltweit.

Brügge ist eher bekannt für schöne Kanäle und köstliche Schokolade. Das sind nur zwei der Sachen, die jährlich 6,5 Millionen Touristen in die im Jahr 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannte Stadt ziehen. Die Bier-Pipeline sieht man zwar nicht, aber auch diese Innovation macht die Stadt für Touristen attraktiv.

Wozu eine Bier-Pipeline?

Brügge sticht durch wunderschöne Gebäude und Straßen aus Kopfsteinpflastern heraus. Die täglichen Biertransporte stellten aber eine zu große Belastung für die Stadt dar, da sie nicht darauf ausgelegt war.

Die Brauerei "De Halve Maan" ist seit über 500 Jahren in Brügge tätig. Sie erkannten, dass ihr Lkw-Verkehr nicht mehr aufrecht zu erhalten war. Anstatt jedoch aus der Stadt zu ziehen und einen neuen Standort zu suchen, haben sie eine andere Lösung gefunden: Eine Abfüllanlage durch die Vororte der Stadt. Damit sollten die Brauerei und die Abfüll-Fabrik, die drei Kilometer außerhalb des Stadtkerns liegt, verbunden werden.

Freibier für großzügigsten Spender

Die Pipeline ist über drei Kilometer lang und liegt am tiefsten Punkt knapp 34 Meter unter der Erde. Sie erlaubt es rund 4.000 Liter Bier pro Stunde zu transportieren. Mit dieser Menge können 12.000 Flaschen gefüllt werden. Die Innovation hat rund 4 Millionen Euro gekostet.

Durch Crowdfunding wurden knapp 300.000 Euro gesammelt. Für einen Geldgeber hat sich die Investition besonders ausgezahlt. Die Personen, die am meisten gespendet hat, bekommt nun eine Flasche Bier gratis - und das jeden Tag für den Rest seines Lebens.

(Red.)

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