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Bhutto Ermordung: Mindestens 20 Tote bei Ausschreitungen

Bei schweren Ausschreitungen von Anhängern der ermordeten pakistanischen Oppositionsführerin Benazir Bhutto sind in der Nacht zum Freitag zahlreiche Menschen ums Leben gekommen.
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Allein in der südpakistanischen Provinz Sindh starben nach Medienberichten mindestens 20 Menschen. „Diese Leute sind nicht zu kontrollieren“, berichtete ein Augenzeuge aus der 200 Kilometer nördlich der Hafenmetropole Karachi gelegenen Stadt Khirpur. In Karachi hatten Randalierer nach Polizeiangaben 180 Autos in Brand gesetzt.

Ein Minister der Provinzregierung von Sindh teilte mit, angesichts der Ausschreitungen sei den Sicherheitskräften ein Schießbefehl gegen gewalttätige Demonstranten erteilt worden. „Es darf auf jeden geschossen werden, der unschuldigen Bürgern oder öffentlichem Eigentum Schaden zufügen will“, sagte Akhtar Zaman.

In der Früh habe sich die Situation etwas beruhigt, sagte ein Polizeisprecher im Sender Aaj TV. Gleichzeitig beklagte er, dass nicht genügend Einsatzkräfte zur Verfügung stünden, um die Lage vollständig unter Kontrolle zu bringen. In der Provinz Sindh, der politischen Hochburg von Bhuttos Pakistanischer Volkspartei, sind den Angaben zufolge insgesamt 16.000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

Bhutto war am Donnerstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rawalpindi von einem Attentäter durch Schüsse tödlich verletzt worden. Sie soll am Nachmittag in ihren Heimatort Garhi Khuda Bakhsh im Süden des Landes beigesetzt werden.

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