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Bewerbung: Sympathie wichtiger als Kompetenzen

Bewerbungsgespräch: Personaler stellen nach Sympathie und nicht primär nach Qualifikation ein.
Bewerbungsgespräch: Personaler stellen nach Sympathie und nicht primär nach Qualifikation ein. ©Symbolbild/Bilderbox
Arbeitgeber wählen Bewerber aus, die ihnen persönlich am liebenswürdigsten erscheinen. Ob diese Person am besten qualifiziert ist, bleibt laut einer US-Analyse zweitrangig.

“Natürlich suchen Arbeitgeber die Mitarbeiter, die am fähigsten sind. Darüber hinaus möchten sie aber Menschen, zu denen sie eine Bindung aufbauen können und die vielleicht sogar ihre romantischen Partner sein können”, so Studienautorin Lauren A. Rivera vom Institut für Management, Organisationen und Soziologie an der Northwestern University.

Gefühlsebene relevant

Die Expertin fand heraus, dass nicht unbedingt die fähigsten Mitarbeiter den Job bekommen. Vielmehr achte der Arbeitgeber darauf, ob der Bewerber ihm auf der Gefühlsebene behagt. Auch ausschlaggebend ist ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Lebenskultur, was etwa ähnliche Freizeitaktivitäten beschreibt.

“Das bedeutet nicht, dass Arbeitgeber nicht auf die Qualifikaitionen achten”, sagt Rivera. “Wir konnten aber sehen, dass die Wahl des geeigneten Bewerbers ähnlich verläuft wie die Wahl von Freunden oder einem romantischen Partner”, sagt die Soziologin. Beim Arbeitgeber müsse eine Funken von zwischenmenschlicher Sympathie übersprigen.

Persönlicher Kontakt wichtig

“Die meisten Jobs werden über persönliche Kontakte gefunden”, sagt Sarolta Hershey vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Laut einer IAB-Studie zeigen sich Unterschiede in der Betriebsgröße: Kleine Betriebe stellen öfter über persönliche Netzwerke ein. Bei Großunternehmen werden die meisten Stellen über Jobofferten im Internet vergeben. Außerdem wird bei Ungelernten jeder dritte Job über persönliche Netzwerke vergeben. Bei Hochqualifizierten mit Hochschulabschluss sei das Web maßgeblich.

(PTE)

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