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Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2024 beschlossen

Bewerbung als Kulturhaupstadt 2024 beschlossen.
Bewerbung als Kulturhaupstadt 2024 beschlossen. ©Kultur Perspektiven 2024
Die österreichischen Städte Dornbirn, Feldkirch, Hohenems und die Regio Bregenzerwald bewerben sich gemeinsam – mit Dornbirn als Bannerstadt – um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2024“.

Österreich hat bisher zweimal die Kulturhauptstadt gestellt. Ein Rotationsprinzip der EU legt fest, dass nach Graz 2003 und Linz 2009, Österreich im Jahr 2024 gemeinsam mit Estland, wieder an der Reihe ist, sich um den Titel zu bewerben. „Die Bewerbung als Kulturhauptstadt 2024 ist ein mutiges Vorhaben für Vorarlberg und die gesamte Bodenseeregion.

Vor allem ist es ein Bekenntnis zu Europa und zum Stellenwert, dem Kultur in Vorarlberg eingeräumt wird“, erklärt die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Für den Bewerbungsprozess verantwortlich ist „Kultur Perspektiven 2024“, das in Dornbirn ansässiges Büro unter der Leitung von Kulturmanagerin Bettina Steindl, die bereits für die Kulturhauptstädte Linz (2009) und das Ruhrgebiet (2010) gearbeitet hat.

„Der Titelgewinn als Kulturhauptstadt Europas hat einen nachweisbar positiven wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Effekt auf Städte, Regionen und Länder. Ziel ist immer, die gesamte Bevölkerung abzuholen und mit auf eine kulturelle und gesellschaftspolitische Reise zu nehmen“, erklärt Steindl und ergänzt: „Vorarlberg ist in vielen Bereichen Modellregion – ob wirtschaftlich, gesellschaftlich, in der Architektur, im Handwerk und auch in der Kultur. Ich bin also davon überzeugt, dass wir gute Karten haben, den Titel zu holen.“

Bidbook „Mutausbruch“

In den letzten Monaten arbeitete ein Expertenteam von acht Personen an der Beantwortung der von der EU Jury vorgegebenen 38 Fragen des Bidbooks zum Thema „Mutausbruch“. „Mut zur Veränderung, Mut zum Handeln, Mut zur Vielfalt, Mut über den Tellerrand hinaus zu schauen – das will die Kulturhauptstadt für Vorarlberg und die gesamte Bodenseeregion erreichen“, so Steindl.

Die kulturellen Ziele, die bei der Kulturhauptstadt im Vordergrund stehen, sind die Stärkung und Verankerung der regionalen Kulturszene, sowie die Vernetzung und der Austausch mit den Nachbarregionen in der Schweiz, Liechtenstein und Süddeutschland. Bis zum 31. Dezember diesen Jahres müssen die Bewerbungsunterlagen beim Bundesministerium für Kunst und Kultur in Wien eingereicht werden. Eine 12-köpfige Europäische Jury entscheidet dann Ende Januar 2019 über das Weiterkommen der Kandidatenstädte in die zweite Runde. Die Mitbewerberinnen sind St. Pölten in Niederösterreich und Bad Ischl mit dem Salzkammergut in Oberösterreich.

Kulturhauptstadt Europas

Das Projekt Kulturhauptstadt ist das größte länderübergreifende Kulturprojekt Europas. Ein festgelegtes Rotationsprinzip sieht jährlich zwei Städte in der EU als Kulturhauptstadt vor. Eine unabhängige 12-köpfige Expertenjury begutachtet mit einer Vorlaufzeit von sechs Jahren die Bewerbungen und trifft ihre Entscheidung aus Basis von sechs Kriterien – darunter die kulturellen Inhalte und die europäische Dimension der Bewerbung. Absicht der Initiative ist es, dazu beizutragen die Vielfalt und die Gemeinsamkeiten des kulturellen Erbes in Europa sichtbar zu machen und ein besseres Verständnis der europäischen Bürger/innen füreinander zu ermöglichen. Die finale Titelvergabe für die Kulturhauptstadt 2024 erfolgt im Herbst 2019.

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