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Betriebserweiterung: Rauch präsentiert 7-Punkte-Plan

Geplante Betriebserweiterung in Ludesch.
Geplante Betriebserweiterung in Ludesch. ©VOL.AT
Am 10. November stimmen die Einwohner in Ludesch im Zuge einer Volksabstimmung über die umstrittene Betriebserweiterung des Fruchtsaftunternehmens Rauch ab.

Am Sonntag entscheidet die Bevölkerung von Ludesch über die Zukunft der geplanten Werkserweiterung der Projektgemeinschaft Rauch, Red Bull und Ball.

Im Vorfeld lud der Fruchtsafthersteller die Bevölkerung zu Gesprächen beim Rauch-Infostand und Veranstaltungen ein.

Wenige Tage vor der Abstimmung bietet nun die Projektgemeinschaft ein 7-Punkte-Paket an, bei dem die Ideen und Vorschläge, die im Dialog mit den Ludeschern entstanden sind, umgesetzt werden sollen.

7 Punkte Programm

  1. Es bleibt bei 6,5 ha: Von der Projektgemeinschaft werden lediglich 6,5 ha benötigt. Die Unternehmen werden auch in Zukunft keine weiteren Flächen im Ludescher Neugut in Anspruch nehmen.
  2. Endgültige Projektplanung: Da die Fläche noch nicht umgewidmet wurde, erfolgte noch keine Detailplanung für die Gebäude. Das Werk soll so nachhaltig wie möglich gebaut werden.
  3. Einsparung von LKW-Fahrten: Die Lager-Erweiterung bei Ball soll jährlich ca. 8.000 LKW-Transporte einsparen.
  4. Wasser für Ludesch und Nüziders: Ludesch und Nüziders wird auch weiterhin das vertraglich garantierte Trinkwasser aus den Brunnen des Unternehmens Rauch kostenlos und vorrangig zur Verfügung stehen.
  5. 100 zusätzliche Arbeitsplätze und zusätzlich 150.000 Euro Kommunalabgabe: Durch die Erweiterung sollen mindestens 100 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Gemeinde Ludesch erhält dadurch eine zusätzliche jährliche Kommunalabgabe von 150.000 Euro.
  6. Wertschöpfung in und für die Region: Für das Projekt werden die beteiligten Unternehmen mindestens 100 Millionen Euro investieren.
  7. Projekt Kindergarten: Der Gemeinde Ludesch wird eine freiwillige Unterstützung im Zeitraum von 10 Jahren durch jährliche Ausgleichszahlungen von € 500.000 ab Baubeginn, somit gesamt 5 Millionen Euro anbieten. Mit diesem Geld soll der Neubau des von vielen Seiten gewünschten Kindergartens unterstützt werden. "Die Projektgemeinschaft ist bereit, etwaige materielle und immaterielle Nachteile aus dem Verlust von Grünflächen durch Maßnahmen im Bereich Umweltschutz, Lebensqualität und sozialer Zusammenhalt auszugleichen", so Rauch-Geschäftsführer Jürgen Rauch.

Fragestellung

Am Sonntag werden die Ludescher über folgende Frage abstimmen: "Sollen die im Ludescher Neugut liegenden Grundstücke [...] Freifläche Landwirtschaft FL bleiben?". Mit einem "Nein" stimmt man daher für eine Erweiterung, mit einem "Ja" gegen eine Erweiterung des Rauch-Standortes.

Liveticker

Um was es geht

Rauch und der Aludosenproduzent Ball wollen ihre Betriebsfläche in Ludesch um sechs Hektar vergrößern. Im Fokus der Kritik standen vor allem die Industrie und die Politik. Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser (ÖVP) wurde vorgeworfen, er handle nur im Sinne der Industrie. Das Unternehmen Rauch wurde wiederum dafür kritisiert, um jeden Preis wachsen zu wollen. Den Preis für das Wachstum zahle die Umwelt, denn eine höhere Produktion verursache mehr CO2, zudem werde für das Projekt bester Ackerboden verwendet. Die Regierung solle nicht nur den Klimanotstand ausrufen, sondern auch danach handeln.

Kritik ebbt nicht ab

Die Kritisierten aus Politik und Industrie erwiderten, dass Rauch mit der Erweiterung rund 100 neue Arbeitsplätze schaffe. Das wiederum bringe rund 200.000 Euro mehr in die Gemeindekasse. Eine Erweiterung wie diese werde nur in Ausnahmefällen genehmigt. "Wir sind ein Vorarlberger Familienunternehmen. Wir würden uns die gesamte Diskussion ersparen, wenn wir das Ganze in unserem Werk in Ungarn machen", so Jürgen Rauch. Außerdem wolle man einen Standort mit Bahnanschluss, leider gebe es in Vorarlberg kein Industriegebiet, dass einen Anschluss biete.

(Red.)

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