"Betrachte das von unten"

Festredner der Eröffnung der Bregenzer Festspiele ist der erste Träger des Deutschen Buchpreises, Arno Geiger. Vor vielen Jahren hätte man ihn hinter den Kulissen der Seebühne antreffen können.

Arno Geiger hat die Kluissen verschoben. Während des Studiums. Immer im Sommer bei den Bregenzer Festspielen. Dann wechselte er in die Videoabteilung des Unternehmens, verbrachte die Ferien mehr oder weniger unter Künstlern.

Als sein schriftstellerisches Talent dann schon zur ersten Romanveröffentlichung führte, widmete er sich dem jungen Publikum. Im Rahmen von Festspiel-Workshops wurden Hörspiele geschaffen.

Bester Roman

Im vergangenen Herbst gewann der Vorarlberger Arno Geiger den erstmals vergebenen Deutschen Buchpreis. Der Verfasser des besten deutschsprachigen Romans des Jahres 2005 – dieser wurde im Rahmen der mit viel Aufwand und renommierten Juroren gestalteten Preisvergabe gesucht – hält heuer, zum 60. Geburtstag der Bregenzer Festspiele, die Festrede. „Ich betrachte das mehr von unten“, schmunzelt er.

Festspielgeschichte

Geiger kennt den Betrieb seit dem Sommer 1986. Damals hatte Intendant Alfred Wopmann gerade die spektakuläre „Zauberflöte“ auf den See gesetzt und mit dem Regisseur J-rûme Savary eine neue Ära der Festspiele eingeläutet. Seit 1986 spielt man ausschließlich große Opern am See (auch die „West Side Story“ darf man durchaus als solche sehen) und diese dafür immer zwei Saisonen.

Es geht weiter

Die Fähigkeiten Geigers hat Alfred Wopmann schon bei Lesungen aus dem ersten Roman gerne betont. Mit „Es geht uns gut“, einer Familiengeschichte, hat sich der Vorarlberger an die Spitze gehievt. Die Auflage steigt nach wie vor, inzwischen wurden mit einem guten Dutzend fremdsprachiger Verlage Übersetzungsverträge abgeschlossen. Derweil hat Geiger die Lesereisen mit „Es geht uns gut“ beendet und schreibt an einem Erzählband. Es geht weiter.

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