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Beschwerde gegen Sprungschanze

©scbw.at
Bezau - Die Volksabstimmung zur Sprungschanzen-Anlage in Bezau ist gescheitert, Gemeindevertreter Winkel legt nun Beschwerde bei der BH ein.
Die Schanzen-Anlage in Bezau
Volksabstimmung gegen Schanze

Nach drei Jahren intensiven Planungen und Verhandlungen wurde am 19. April bei der Bezirkshauptmannschaft Bregenz das Projekt „Mattenschanze Bezau“ eingereicht. Gemeindevertreter Gottfried Winkel („Bezaubernde Demokraten“) stellte daraufhin den Antrag auf eine Volksabstimmung. Er ist der Ansicht, dass der Standort Bezau für eine Sprungschanze nicht die beste Wahl war. Da aber die notwendigen 283 Unterstützungserklärungen am Dienstag nicht vorgelegt werden konnten, kam die geplante Volksabstimmung nicht zustande. Nun reichte Winkel eine Aufsichtbeschwerde bei der BH Bregenz ein. Seine Einwände: Obwohl die Umwidmung des Grundstücks in „Sondergebiet Sportanlage“ noch nicht erfolgt sei, wurden bereits Termine für die Bauverhandlung sowie das Bewilligungsverfahren über Naturschutz und Landschaftsentwicklung für den 18. Mai festgesetzt.

„Nicht falsch“

Harald Krappinger von der BH Bregenz bezeichnet die Vorgehensweise der Gemeinde Bezau als „nicht falsch“. Die Verfahrensvorschriften ließen einen breiten Raum zu. Am Ende sei die Auslegung „Geschmackssache“. Im Sinne eines raschen Verfahrens sieht er die Handlungsweise aber als durchaus legitim. „Im schlimmsten Fall wäre die Bauverhandlung umsonst, wenn die Gemeinde die Umwidmung nicht beschließt“, meint Krappinger. Die geplanten Verhandlungstermine sollten somit wie geplant stattfinden können. Der Bezauer Bürgermeister Georg Fröwis sieht die Aufsichtsbeschwerde als nicht weiter dramatisch. Laut Gesetz düften die Umwidmung und die Bauverhandlungen parallel laufen. Beim Schanzenprojekt wollte man Zeit gewinnen, um dieses so schnell als möglich auf Schiene zu bringen. Fröwis ist zuversichtlich, dass mit dem Bau noch diesen Sommer begonnen werden kann. Läuft alles nach Plan, könnten die ersten Adler bereits diesen Winter über den Bakken gehen.

„Nordisches Konzept“

Da die Zahl der Kinder in den Nachwuchskadern jährlich zurückgegangen ist, wollen Land und Skiverband mit einem „Nordic-Konzept“ Impulse für den nordischen Skisport setzen. Geplant sind neue Sprungschanzen, Langlaufloipen und Biathlon-Trainingsanlagen. So entstehen etwa in Bezau drei Nachwuchsschanzen (17,5, 33 und 55 Meter) und im Montafon eine große Schanzenanlage. Die Finanzierung ist bereits gesichert: 75 Prozent der Kosten werden von Land und Bund getragen, 25 Prozent von der Region. Das Gesamtbudget für die Umsetzung beträgt rund neun Millionen Euro.

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