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Bernhard Amann kritisiert Supro-Bericht über Gefährlichkeit von Cannabis

Bernhard Amann kritisiert den Supro-Bericht.
Bernhard Amann kritisiert den Supro-Bericht. ©APA/Hofmeister
Weil modernes Cannabis so hochgezüchtet wird, dass es mehr vom süchtigmachenden Stoff THC enthält, warnte die Stiftung Maria Ebene am Mittwoch vor dem Suchtmittel. Bernhard Amann, Obmann des Vereins "Legalize! Österreich", stimmt den Experten in dieser Hinsicht zwar zu, sieht die Lösung des Problems aber darin, Cannabis mit gesetzlich geregeltem THC-Gehalt zu legalisieren.
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Schon seit Jahren ist laut Amann bekannt, dass Cannabis hochgezüchtet wird. In der Prävention werde schon seit mehr als einem Jahrzehnt auf diese Entwicklung hingewiesen. Nach wie vor sei aber die Dosis ausschlaggebend. “Der Großteil der Konsumenten kann mit dieser Substanz schadensminimierend umgehen. Dass nun ein kleiner Teil Jugendlicher aufgrund fehlender fachlicher Information und fehlender staatlicher Regulation ein schädliches Konsumverhalten praktiziert, ist auch auf fehlende Kommunikation im Präventivbereich zurückzuführen”, erklärt Amann.

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Kritik an Supro-Bericht

Eine Straffreistellung beziehungsweise Legalisierung von Cannabis würde dieses Problem laut Amann stark minimieren, da beispielsweise ein THC-Gehalt von 6-9 Prozent vorgeschrieben werden könnte. Aktuell seien junge Menschen dem Schwarzmarkt und dem organisierten Verbrechen ausgeliefert. “Dass hier schädliche Substanzen, welche ausschließlich der Gewinnmaximierung dienen und keine Rücksicht auf die Gesundheit nehmen, angeboten werden, ist hinlänglich bekannt. Daher wundert es mich, dass sich die Maria-Ebene-Experten bislang nie für eine neue Drogenpolitik engagierten, die eine Jugend-, Gesundheit- und Sozialpolitik fördern, welche die Selbstverantwortlichkeit der konsumierenden Menschen ernst nimmt”, kritisiert Amann.

“Cannabis gehört zu Lebenskultur in Österreich”

Das staatliche Cannabisverbot entspreche in keiner Weise mehr den gesellschaftlichen Entwicklungen. “Cannabis ist – schon seit Dekaden – ein Teil der Lebenskultur auch in Österreich. Die Strafverfolgung mit seinen negativen Begleiterscheinungen muss endlich beendet werden. Es diskriminiert nicht nur die betroffenen Menschen, sondern beschneidet Bürgerrechte auf untragbare Weise”, meint Amann.

Amann von medizinischer Wirkung überzeugt

Auch dass die Supro-Experten Cannabis als wirkungslos in der Schmerzmedizin bezeichneten, ist für den Vereinsobmann “absurd”. “Gerade bei chronischen Schmerzen, bei Übelkeit und Erbrechen, aber auch bei Spastiken ist Cannabis eine äußerst wirksame Substanz. Es wirkt beruhigend, schlaffördernd, entspannt und ist schmerzlindernd. Auch von Verbraucher- und Patientenorganisationen wird der Einsatz von natürlichen Cannabisblüten eingefordert”, behauptet Amann. “Mir persönlich sind zahlreiche Menschen bekannt, welche mit der Einnahme von Cannabispräparaten eine neue Lebensqualität erfuhren. Dies einfach zu negieren wie heute von den Supro, lässt auf fehlende Kenntnis schließen.”

(Red.)

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