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Berlusconi im Irak

Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi hob während seines Treffens mit den italienischen Soldaten in Nassiriya die Bedeutung der italienischen Friedensmission im Irak hervor.

„Wir sind auf Sie stolz, nicht nur, weil Sie für den wirtschaftlichen und politischen Neubeginn des Irak arbeiten, sondern auch, weil sie mit ihrem Einsatz beweisen, dass Italien die Werte des Rechts und der Zivilisation in die Welt bringt”, betonte Berlusconi. Auch US-Präsident George W. Bush habe ihm wegen des Einsatzes der italienischen Soldaten gedankt, berichtete der Ministerpräsident.

Der Besuch des Ministerpräsidenten sorgte für lebhafte Diskussionen in Rom. Der Sprecher der Berlusconi-Partei Forza Italia, Sandro Bondi, bezeichnete den Besuch des Premierministers in Nassiriya als „Geste großer Solidarität im Namen des gesamten italienischen Volkes”. „In der kritischsten Phase des italienischen Einsatzes für den Frieden und die Sicherheit im Irak hat Berlusconi unseren Soldaten beweisen wollen, dass er ihnen nahe steht”, so Bondi.

Kritisch reagierten die Oppositionsparteien. „Berlusconi und seine Minister können nicht ignorieren, dass sich die Lage im Irak deutlich verschlechtert hat und dass das Leben unserer Soldaten gefährdet ist. Berlusconi sollte sich auf internationaler Ebene aktivieren, damit die Übergangsphase im Irak von der UNO verwaltet wird”, sagte Clemente Mastella, Chef der Oppositionspartei Udeur.

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