AA

Überlingen-Angehörige mit Beschwerde abgeblitzt

(VN) Juristisches Tauziehen um Entschädigungen nach Flugzeugunglück über dem Bodensee ist beendet.

Die Schweizer Flugsicherung Skyguide hat die Genugtuungssummen für die Opferfamilien des Flugzeugunglücks von Überlingen (D) korrekt festgesetzt. Das Bundesgericht hat die Beschwerden von 51 Angehörigen abgewiesen und den juristischen Streit um die Entschädigungen damit beendet. Nach dem Unglück vom Juli 2002 hatte sich die für die Luftraumüberwachung verantwortliche Skyguide mit den Angehörigen von 40 der 71 Opfer über die Abgeltung für ihren seelischen Schmerz und den Schadenersatz einigen können. Die Hinterbliebenen der restlichen 31 Opfer akzeptierten die angebotenen Beträge nicht.

Entschädigungen auf “Normalniveau”

In diesen Fällen legte Skyguide 2006 und 2008 die Genugtuungssummen im Gesamtbetrag von 2,3 Millionen Franken (1,83 Millionen Euro) formell fest. Den Eltern verstorbener Kinder wurden 30.000 bis 36.000 Franken gewährt, Geschwistern 7000 und Großeltern 5000 Franken. Dagegen er­hobene Beschwerden wies das Bundesverwaltungsgericht 2010 weitgehend ab. 51 betroffene Personen gelangten daraufhin ans Bundesgericht. Die Richter in Lausanne sind nun zum Schluss gekommen, dass die Höhe der zu­gesprochenen Entschädigungen nicht zu beanstanden ist. Diese seien weder offensichtlich zu tief noch zu hoch ausgefallen und würden dem entsprechen, was in vergleichbaren Fällen bezahlt werde.

Bei Kollision in Überlingen 71 Menschen getötet

Bei der Kollision einer Tupolev der Bashkirian Airlines mit einer DHL-Frachtmaschine waren am 1. Juli 2002 in Höhe von Überlingen am Bodensee 71 Menschen getötet worden, darunter viele Kinder und Jugendliche. Das Bezirksgericht Bülach sprach 2007 vier Skyguide-Mitarbeiter der mehrfachen fahrlässigen Tötung schuldig und verurteilte sie zu bedingten Freiheits- oder Geldstrafen.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • Überlingen-Angehörige mit Beschwerde abgeblitzt
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen