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Berlin: "Wowi" war nicht zu schlagen

Würde in der deutschen Hauptstadt Berlin der Regierende Bürgermeister direkt vom Volk gewählt, dann hätte Klaus Wowereit bei den Wahlen am Sonntag womöglich eine absolute Mehrheit erzielt.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit kann sich in der deutschen Hauptstadt Berlin voraussichtlich zwischen einer rot-roten und einer rot-grünen Koalition entscheiden. Das ergaben die ersten Prognosen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus am Sonntag. Danach kann SPD-Spitzenkandidat Wowereit weitere fünf Jahre regieren.

Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Friedbert Pflüger kam nicht über die Stimmenanteile von 2001 hinaus. Die Grünen dagegen erzielten mit 13,5 Prozent ihr bestes Ergebnis seit 1981. Die rechtsextremistische NPD verfehlte den Einzug ins Landesparlament.

Sollten sich die Prognosen bestätigen, kann sich Wowereit aussuchen, ob er die rot-rote Koalition weiterführt oder mit den Grünen ein Bündnis eingeht. Beide Bündnisse kämen nach aktuellem Stand auf 72 der 141 Sitze im Abgeordnetenhaus und hätten damit nur eine Stimme mehr als nötig.

Die SPD kam nach den Prognosen von ARD und ZDF auf 31 bis 31,5 Prozent, die Linkspartei.PDS auf 13,5 Prozent und die CDU auf 21,5 bis 22 Prozent der Stimmen. Für CDU und Linkspartei bedeutet die Prognose herbe Verluste. Die FDP erreichte 7,5 bis 8 Prozent. Die NPD konnte 2,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen.

Die Wahlbeteiligung ging gegenüber 2001 deutlich zurück. Nach Angaben des Landeswahlleiters gaben bis 16.00 Uhr 47,5 Prozent der 2,43 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimmen ab. 2001 waren es bis zu diesem Zeitpunkt 55,3 Prozent. Insgesamt hatten vor fünf Jahren 68,1 Prozent der wahlberechtigten Bürger von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht.

Im Westteil der Stadt war die Wahlbeteiligung bis Sonntagnachmittag mit 50,3 Prozent etwas höher als im Osten mit 43,7 Prozent.

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