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Berlin: Erneut nächtliche Ausschreitungen

Nach einem weitgehend friedlich verlaufenen 1. Mai ist es in der Nacht auf Mittwoch in Berlin doch wieder zu Randalen gekommen. Es kam zu mehreren Festnahmen.

Laut Polizei schleuderten vermummte Demonstranten in Kreuzberg erneut Flaschen und Steine gegen Polizisten und setzten einen Papiercontainer in Brand. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben „mehrere Straftäter“ fest. Noch vor Mitternacht seien die Angriffe beendet gewesen.

Seit dem Nachmittag hatten mehrere tausend Menschen an Demonstrationen zum „revolutionären 1. Mai“ teilgenommen, die allesamt friedlich verliefen. Zugleich feierten zehntausende Menschen im Kreuzberger Kiez das „Myfest“ mit Djs, Bands und Kleinkünstlern, mit dem sie ein Zeichen gegen die seit 20 Jahren üblichen Randale setzen wollten. Ganz verhindern konnten sie die Gewalt aber nicht. Schon in der vorangegangenen Walpurgisnacht hatte es Krawalle im Stadtteil Friedrichshain gegeben. Die Polizei nahm dabei 119 Randalierer vorübergehend fest. Insgesamt waren über den 1. Mai 5.000 Beamte im Einsatz. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wieland sprach im RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg) vom friedlichsten 1. Mai in Kreuzberg seit 20 Jahren. 1987 hatten sich Demonstranten heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Seitdem sind nächtliche Krawalle zum 1. Mai fast schon Tradition.

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