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Mehrere Tote durch Schüsse an High School in Texas

An einer Schule in Texas soll es eine Schießerei gegeben haben.
An einer Schule in Texas soll es eine Schießerei gegeben haben. ©AP
Bei Schüssen in einer High School in Texas sind nach Polizeiangaben mindestens acht Menschen getötet worden.
Schießerei an Schule in Texas
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Wieder Blut und Tränen an einer Schule in den Vereinigten Staaten: Nach Schüssen an der Santa Fe High School im Bundesstaat Texas sind nach Angaben von Sheriff Ed Gonzalez mindestens acht, möglicherweise auch zehn Menschen gestorben. Mehr als ein Dutzend Menschen wurde verletzt, darunter ein Polizist.

Täter festgenommen

Ein mutmaßlicher Täter wurde festgenommen. Nach Medienberichten soll es sich um einen 17-Jährigen handeln, der Sheriff sprach von einem ehemaligen Schüler der High School. Sollte dies bestätigt werden, wäre der Schüler illegal an die Schusswaffe gelangt. Denn auch unter den vergleichsweise laxen Waffengesetzen von Texas dürfte diese frühestens im Alter von 18 Jahren legal erworben werden.

Im Internet tauchten Bilder auf, die den mutmaßlichen Schützen mit einem schwarzen T-Shirt und der Aufschrift “Born to Kill” zeigen. Eine weitere Person von Interesse sei in Gewahrsam, sagte Sheriff Gonzalez. Experten der Polizei fanden in der Schule und in der Nähe Sprengsätze. Sie wurden gesichert und von Sprengstoffexperten untersucht.

Es war der letzte Tag nach einer Reihe von schulinternen Prüfungen an der Sante Fe High School. Die Schüler stehen dabei unter erhöhtem Leistungsdruck, es geht letztlich auch um die Frage, ob sie später einmal aufs College gehen können. 1.500 Schüler lernen an der Einrichtung, die meisten davon Weiße. Der Ruf der Schule ist mittelmäßig.

Zum Unterrichtsbeginn um 8.00 Uhr, tönte der Alarm durchs Schulhaus. Alle mussten hinaus. “Ich bin nur gerannt, ich habe nichts gesehen”, sagte ein Mädchen. Andere berichteten, wie ein Schütze in ihr Klassenzimmer trat und das Feuer eröffnete. “Eine Mitschülerin wurde ins Bein getroffen”, sagte ein Schüler.

Die Polizei und die Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot an. Auch Experten für Sprengstoffentschärfung waren dabei. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, besonders sorgsam zu sein. “Wer etwas Verdächtiges sieht, sollte sofort 911 wählen”, teilte die Polizei mit Blick auf die US-Notrufnummer mit.

US-Präsident Donald Trump ließ sich über die Situation informieren. “Wir beobachten die Situation sehr genau”, sagte er. Trump bezeichnete die Tat als “absolut schrecklich”. Es müsse künftig sichergestellt werden, dass Schusswaffen nicht in die Hände derer geraten, die eine Bedrohung darstellen. “Das geht schon zu lange”, sagte der Präsident. “Dies ist ein sehr trauriger Tag”, fügte er hinzu.

Tote und Verletzte durch Schusswaffen sind an US-High-Schools keine Seltenheit. Seit dem Schulmassaker von Parkland, bei dem im Februar 17 Menschen starben, gab es landesweit Proteste von Schülern für eine Verschärfung der Waffengesetze. Im April hatten bei rund 2.500 Veranstaltungen in den gesamten USA Schüler gegen die Waffengewalt protestiert, vielerorts wurden Schulen bestreikt. Auch ein Teil der Schüler der Santa-Fe-High-School hatten sich mit ihren Kollegen in Florida solidarisiert.

Trump hatte erst vor wenigen Wochen ungeachtet dieser Proteste der mächtigen Waffenlobby seine Unterstützung zugesichert. “Eure Rechte aus dem zweiten Verfassungszusatz stehen unter Beschuss, aber sie werden niemals unter Beschuss stehen, solange ich Euer Präsident bin”, hatte Trump auf der Jahresversammlung der Waffenlobby NRA (National Rifle Association) in Dallas erklärt.

Der zweite Verfassungszusatz verankert nach konservativer Lesart das Recht auf Selbstverteidigung – und damit auf Waffenbesitz. Nach dem Massaker von Parkland hatte Trump zunächst eine Verschärfung der Waffengesetze befürwortet, war aber später davon wieder abgerückt.

Die Schüler von Parkland in Florida veröffentlichten umgehend eine Solidaritätsnotiz mit ihren Mitschülern in Texas. “Dies ist der 22. Schusswaffengebrauch dieses Jahres in einer Schule”, heißt es in einer Stellungnahme.

(APA/ag.)

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