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Bereits mehr als 25.000 E-Fahrräder in Vorarlberg

In Vorarlberg fahren bereits mehr als 25.000 E-Bikes.
In Vorarlberg fahren bereits mehr als 25.000 E-Bikes. ©VN/Hofmeister
Elektro-Fahrräder sind die meist gekauften E-Fahrzeuge in Vorarlberg. Während es in Vorarlberg rund 1.400 E-Autos und rund 400 E-Motorräder gibt, sind bereits mehr als 25.000 Elektro-Fahrräder im Einsatz.

Der VCÖ betont, dass in Vorarlberg das Potenzial zur Verlagerung von Autofahrten auf E-Fahrräder sehr groß ist. Zwei Drittel der Autofahrten sind kürzer als 10 Kilometer, eine für E-Fahrräder ideale Distanz. Wichtig sind Ausbau und weitere Verbesserung der Infrastruktur für den Radverkehr. Der VCÖ sieht den Bund gefordert, Länder und Gemeinden mit einer Rad-Infrastruktur-Milliarde zu unterstützen.

4.000 neue E-Räder

Immer mehr Vorarlbergerinnen und Vorarlberger besitzen ein Elektro-Fahrrad. Im Vorjahr wurden in Vorarlberger mehr als 4.000 Elektro-Fahrräder gekauft. Von diesen Zahlen sind die anderen Elektro-Fahrzeuge noch weit entfernt, macht der VCÖ aufmerksam: Es wurden im Vorjahr 327 neue E-Autos und 101 E-Motorräder und E-Mopeds gekauft. Insgesamt gibt es in Vorarlberg mehr als 25.000 Elektro-Fahrräder.

Mehr Reichweite

„Beim Fahrrad verlängert der Elektro-Motor, im Unterschied zum Auto, die Reichweite. Zudem sind Steigungen mit dem E-Fahrrad leicht zu bewältigen. Dadurch steckt im E-Fahrrad gerade in Vorarlberg ein riesiges Potenzial, zahlreiche Autofahrten unter 10 bis 15 Kilometer auf das Fahrrad zu verlagern“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest.

Zwei Drittel der Autofahrten der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger sind kürzer als 10 Kilometer, das sind in Summe mehr als 200.000 Autofahrten pro Tag, verdeutlicht der VCÖ. „Wird ein Teil davon auf das Fahrrad verlagert, kommen wir den Klimazielen näher, verbessern die Luftqualität und es gibt dann weniger Staus“, stellt VCÖ-Experte Gansterer fest.

Ideal für Stadt und Land

Vor allem für die Regionen, wo es weniger öffentliche Verkehrsverbindungen gibt sowie in den Ballungsräumen für die Fahrt vom Umland in die Stadt, sind Elektro-Fahrräder ideal. „Viele Autofahrer sind auch Radfahrer, auch das Fahrrad ist ein Individualverkehrsmittel. Voraussetzung, damit auf das Fahrrad umgestiegen wird, ist eine gute Infrastruktur. Und da gibt es noch großen Aufholbedarf“, stellt VCÖ-Experte Gansterer fest.

Wichtig sind sichere Radverbindungen zwischen zwei Gemeinden oder von Siedlungen zum nächsten Ortsgebiet. In Ballungsräumen sind direkte, möglichst kreuzungsfreie Radverbindungen vom Umland in die Stadt wichtig. Europaweit setzen immer mehr Ballungsräume auf Radschnellwege oder Rad-Highways vom Umland in die Stadt, etwa die Stadtregion Kopenhagen, London oder das deutsche Ruhrgebiet, wo derzeit ein 100 Kilometer langer Radschnellweg gebaut wird.

Radverkehrsmilliarde

Der VCÖ betont, dass die Gemeinden, Städte und Bundesländer für die Errichtung der Rad-Infrastruktur mehr Unterstützung vom Bund benötigen. Deshalb schlägt der VCÖ eine Radverkehrsmilliarde vor. Von 2019 bis 2022 soll der Bund den Ausbau der Rad-Infrastruktur in den Bundesländern mit zusätzlich 250 Millionen Euro pro Jahr unterstützen.

„Damit würde die Rad-Infrastruktur mit knapp 30 Euro pro Einwohner unterstützt werden. Zum Vergleich: Die niederländische Stadt Utrecht investiert rund 130 Euro pro Einwohner und Jahr in den Ausbau der Rad-Infrastruktur“, verdeutlicht VCÖ-Experte Gansterer.

Der Bund würde von der Unterstützung für den Ausbau der Rad-Infrastruktur direkt profitieren. Zum einen wird damit das Ziel der Bundesregierung, den Radverkehrsanteil innerhalb der nächsten sieben Jahre zu verdoppeln, leichter erreicht. Zum anderen kommt Österreich damit seinen Klimazielen näher.

(red)

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